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05.09.2011
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Bei den deutschen Autobauern herrscht Optimismus
Bei den deutschen Autobauern herrscht Optimismus
Foto: ddp

Trotz Konjunktureinbruch

Deutsche Autobauer rechnen mit Zuwächsen

von Jessica Boesler

Die rückläufige Konjunktur schreckt die Hersteller im Premiumsegment nicht: Audi, BMW, Daimler und Opel sind zuversichtlich, ihre Ziele im Geschäftsjahr 2011 erreichen oder sogar zu übertreffen. Auch für die nächsten Jahre haben die Konzerne ehrgeizige Pläne.

Obwohl die Nachfrage nach Pkw schwächelt, herrscht bei den deutschen Autobauern Optimismus. BMW erzielte im August einen Rekordabsatz, Audi korrigiert seine Ziele für die nächsten Jahre nach oben und Daimler sieht seine Chance, an der Konkurrenz vorbeizuziehen. Selbst Opel macht die rückläufige Automobilkonjunktur keine Sorgen: Die Rüsselsheimer wollen trotzdem schwarze Zahlen schreiben.

Angeführt wird die Riege der Optimisten von BMW. Der Autohersteller hat im August einen Rekordabsatz erzielt. "Wir konnten den Absatz um knapp sieben Prozent auf deutlich mehr als 100.000 Fahrzeuge steigern", sagte BMW-Finanzvorstand Friedrich Eichiner der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Nicht nur der Absatz in China habe zu dem guten Ergebnis geführt. "Wir wachsen teilweise auch zweistellig in Europa und Amerika", sagte Eichiner.

Damit spüre BMW von einer weltweiten Konjunktureintrübung derzeit nichts. "Wir sehen keinen Grund, die Erwartungen zu senken", sagte der Finanzvorstand, "Wir wollen 2011 mehr als 1,6 Millionen Autos verkaufen und liegen nach dem ersten Halbjahr voll auf Kurs." Falls es doch zu einer neuen Krise in der Autobranche käme, sei BMW besser vorbereitet als 2008. "Unsere Strukturen sind schlanker, die Kosten niedriger und die Produktpalette ist jünger. Wir hängen auch weniger vom Autoleasing ab, das uns 2008 vor Herausforderungen gestellt hat."

Das Münchner Unternehmen will 1000 neue Stellen im Vertrieb schaffen. "Für den Einstieg in die Elektromobilität und im Rahmen der Ausweitung unserer Modellpalette brauchen wir mehr Verkäufer und Servicemitarbeiter", sagte der Vertriebschef für Deutschland, Karsten Engel, der Internetausgabe der "Automobilwoche".

"Der deutsche Gesamtmarkt wird in Zukunft kaum wachsen, sondern sich stabil zwischen 3,1 und 3,2 Millionen verkauften Neuwagen bewegen", prognostiziert Engel. Darum sollten Kunden durch besseren Service in den Autohäusern enger an die Marke BMW gebunden werden. "Nur ein Kunde, der sich von seinem Autohaus gut betreut fühlt, kauft dort wieder einen Neuwagen", sagte Engel. Mit einem ausgeklügelten System sollen die Bemühungen der Händler vom Hersteller künftig stärker belohnt werden.

Auch in Ingolstadt ist die Aussicht auf das Gesamtjahr gut. Audi-Chef Rupert Stadler ist trotz der Anzeichen für eine Konjunkturabkühlung unverändert optimistisch: "Wir erwarten, dass wir die Latte von 1,2 Millionen Verkäufen sauber überspringen werden und vielleicht noch etwas Luft dazwischen ist", sagte Stadler der Fachzeitschrift "Automotive News Europe" und bekräftigte damit frühere Aussagen. Auch 2012 werde die Volkswagen-Tochter weiter zulegen.


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