Audi hat sich erstmals ein Ziel gesetzt, um den Rückstand zu seinen Rivalen
BMW und Mercedes im oberen Luxussegment aufzuholen. Ab 2015 will die
VW-Tochter 400.000 Fahrzeuge der Modellreihen A6, A7 und A8 verkaufen.
Dieses Jahr würden es etwa 250.000 sein, sagte Finanzvorstand Axel Strotbek am Rande einer Veranstaltung auf Sardinien. "Ein wesentlicher Teil des Zuwachses wird aus China und Nordamerika kommen", so der Manager.
Obwohl Audi passable Zuwächse aufweist, schließt das Unternehmen im Luxussegment verglichen mit dem 7er-BMW und der Mercedes-S-Klasse schwächer ab. Will das Unternehmen sein Absatzziel erreichen, muss es vor allem in China neue Käufergruppen ansprechen. Dort ist die Marke seit langem präsent und dient Beamten oft als Dienstwagen, worunter aber das Image leidet.
Durch sportlichere Modelle wie den neuen A7 Sportback will Audi dieses Manko ausgleichen und die Marke auch für wohlhabende private Käufer attraktiv machen.
Eine starke Stellung im Luxussegment ist für Autobauer sehr wichtig. Zum einen, weil dort die Margen aufgrund der hohen Preise besonders üppig sind. Darüber hinaus ist der Erfolg der Flaggschiffe in der Branche ein aussagefähiges Indiz für den Ruf der Marke.
Strotbek bestätigte sein Absatzziel von 1,08 Millionen Fahrzeugen für dieses Jahr. In den ersten acht Monaten habe der Zuwachs 18 Prozent betragen. Das entspricht schätzungsweise 726.900 Fahrzeugen.
Im August habe Audi seine Verkäufe um mehr als 22 Prozent gesteigert, sagte der Finanzvorstand. Damit läge der Monatsabsatz bei mehr als 80.000 Autos. Im ersten Halbjahr kam das Wachstum vor allem aus China, wo die Verkäufe um 60 Prozent stiegen. In den USA legten sie um 27 Prozent zu.
Strotbek betonte, dass Audi auch im mittleren Preissegment weiter wachsen wolle. Mit diesen Modellen ist das Unternehmen aber im Boomland China bereits stark vertreten. Audi war einer der ersten deutschen Autobauer, die den Sprung in das asiatische Land wagten. Seit 1996 wird dort produziert. Zurzeit baut Audi seine Kapazität im Werk Changchun aus.
Auch über eine Fertigung in den USA denkt das Audi-Management nach. So seien zum Beispiel Szenarien möglich, wonach im VW-Werk Chatanooga mittelfristig auch Audis vom Band rollen. Über eine Ausweitung der Produktion im ungarischen Györ denkt man ebenfalls nach. "Ungarn ist eine valide Option für uns", so Strotbek.
Kursinformationen + Charts
| Unternehmen | ISIN | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| BMW | DE0005190003.DE | ||||
| Volkswagen Vz. | DE0007664039.DE | ||||
| DaimlerChrysler | DE0007100000.DE |
Quelle: ftd.de
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