Unter den 50 beliebtesten Arbeitgebern weltweit sind neun deutsche Unternehmen. Das ergab die diesjährige Befragung von 160.000 Berufseinsteigern rund um den Globus durch den Employer-Branding-Dienstleister Universum.
An der Spitze bleiben Microsoft und Google. Auffällig in diesem Jahr: Die Studierenden und Absolventen der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften schätzen vor allem die deutsche Autobranche.
"Die Stärke der deutschen Automobilindustrie sowohl im nationalen als auch internationalen Vergleich verschafft diesen Unternehmen einen großen Vorteil im verschärften Wettbewerb um die qualifizierten Nachwuchskräfte", sagt Stefan Lake von Universum. 2011 schafften es BMW, Daimler, Volkswagen und der Zulieferer Bosch auf vordere Plätze. Daneben positionierten sich auch Adidas, BASF, Bayer, Deutsche Bank und Siemens unter den besten 50 Firmen.
Nationalität? Kein Hindernis!
Doch die Studie zeigt, dass die Mehrheit der attraktivsten Arbeitgeber aus den USA und den englischsprachigen Ländern kommt. Offenbar sehen die Unternehmen in diesen Ländern Nachwuchskräfte stärker als internationale Ressource. Wer eine Karriere plant, hat in anglo-amerikanischen Firmen möglicherweise bessere Chancen, weil diese vermitteln: Bei uns ist die Nationalität nicht hinderlich, um nach oben zu kommen.
Lake warnt deshalb: "Der War for Talent spielt sich längst nicht mehr direkt vor unserer Tür ab. Die hiesigen Unternehmen müssen ihre nationalen Employer-Branding-Strategien an die globalen Gegebenheiten anpassen. Ein erster Schritt ist dabei, den Level der eigenen Arbeitgeberattraktivität über die Grenzen hinaus zu erkennen."
Während in den vergangenen Jahren vor allem IT-Firmen auf den Toppositionen des Rankings landeten, punkteten zuletzt auch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften. Sie sind auch in diesem Jahr weiter auf den ersten Rängen dabei. Banken und Investmentunternehmen konnten ihre einstmals exzellenten Ränge nicht wieder erreichen. Öl- und Gasfirmen büßten ebenso weiter an Attraktivität ein. Hier schlägt das wachsende Umweltbewusstsein der Nachwuchskräfte zu Buche.











