Ganz großes Kino! Ist wirklich beeindruckend wie man die Leute an der Nase herumgeführt.
Meiner Meinung nach wird der Deal mit Herrn Berggruen platzten und Herr Borletti bekommt den Zuschlag. Der Mann hinter den Kulissen, Herr Cordes, wäre dann fast am Ziel: Die deutsche Warenhaus AG, geformt aus Karstadt und Kaufhof.
Damit geht das Geschacher um den Karstadt-Verkauf in eine weitere Runde. Berggruen und das Karstadt-Vermieterkonsortium Highstreet, hinter dem auch die Deutsche Bank steht, haben sich immer noch nicht auf die Mietkonditionen geeinigt.
Nach Informationen von Capital haben sich Borletti hingegen bereits mit Highstreet über die Mietbedingungen der 86 Warenhäuser und 26 Sporthäuser von Karstadt geeinigt. Borletti, der unter anderem die Warenhausketten La Rinascente in Italien und Printemps in Frankreich betreibt, hält zwei Prozent an Highstreet. Die größten Eigner sind Goldman Sachs mit 51 Prozent sowie die Deutsche-Bank-Investmentfirma RREEF mit 24 Prozent. Für Borletti, der von Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg eine Abfuhr erhalten hatte, macht sich vor allem RREEF-Manager Andrea Vanni stark.
CDU-Politikerin von der Leyen habe derweil am 6. August ein Schreiben an Highstreet verfasst, meldete "Bild am Sonntag". Darin dringt die Ministerin auf eine Einigung zwischen Vermietern, Gläubigern und Berggruen. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) reagierte verärgert: "Die schwierigen Verhandlungen zwischen den Vermietern und potenziellen Erwerbern bei Karstadt zeigen eindrucksvoll, dass es nicht Aufgabe des Staates ist, sich in Verhandlungen zwischen privaten Unternehmen einzuschalten."
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Was die Leser sagen
Es ist genügend Zeit verstrichen, in der,bei wirklich gutem Willen, eine Eingung hätte herbeigeführt werden können. Statt dessen wird weiter Monopoly gespielt und zwischendurch immer wieder gepokert. Die Beteiligungen von Herrn Borletti an Highstreet wie auch an den Ketten Printemps und La Rinascente sind so banal, das man ihn nicht als Warenhausbetreiber bezeichnen kann - egal, stellt er doch eh' als Avatar sein Konterfei zur Verfügung. Im Sinne der insgesamt 55.000 Arbeitsplätze, die hier auf dem Spiel stehen, ist es an der Zeit, dieses Katz'-und-Maus-Spiel positiv zu beenden.
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