Allianz-Chef Michael Diekmann beziffert das maximal denkbare Ausfallrisiko durch den Bankrott der US-Investmentbank Lehman Brothers auf 400 Millionen Euro. Angesichts von Kapitalanlagen über 400 Milliarden Euro, bewertet er die Folgen für den Versicherungskonzern jedoch als gering: "Das ist alles subkritisch", sagte er am Rande eines Pressegesprächs in der slowakischen Hauptstadt Bratislava.
Als "dramatisch" bewertete er die Lage des US-Konkurrenten AIG. Diekmann schloss nicht aus, dass die Allianz dem taumelnden Versicherungsriesen Teile des Geschäfts abkaufen könnte. Die bisher in diesem Zusammenhang genannten Bereiche – Rückversicherung, Leasing und Financial Services – seien jedoch für die Allianz "nicht interessant". Alles andere würde man sich ansehen.
Trotz der Turbulenzen im Bankensektor bleibt es bei der geplanten schrittweisen Übernahme der Tochter Dresdner Bank durch die Commerzbank. "Die Dresdner-Bank-Transaktion ist durch die Verwerfungen nicht gefährdet", betonte Diekmann. Zugleich versicherte er, dass der spätere Allianz-Anteil an der Commerzbank auch bei den derzeit volatilen Börsenwerten nicht über 30 Prozent steigen werde – und damit kein verpflichtendes Kaufangebot an die restlichen Aktionäre ausgelöst wird. "Wir werden Vorkehrungen treffen, dass das nicht passiert", sagte Diekmann.
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