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25.08.2010
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Die Potash-Führung wehrt sich nach Kräften, weswegen BHP eine feindliche Übernahme anstrebt
Die Potash-Führung wehrt sich nach Kräften, weswegen BHP eine feindliche Übernahme anstrebt
Foto: Bloomberg

Übernahmeschlacht

BHP zeigt Potash seine Kraft

Der Bergbaukonzern will den Düngerhersteller Potash unbedingt kaufen. Steigende Gewinne zeigen: BHP ist stark. Doch dem Konzern drohen interne Schwierigkeiten. Und einen kleinen Skandal gibt es auch schon.

Der britisch-australische Rohstoffkonzern BHP Billiton unterstreicht seine Schlagkraft im Milliarden-Poker um den weltgrößten Düngemittelkonzern Potash mit deutlich steigenden Gewinnen.

Von Januar bis Juni - also in seinem zweiten Geschäftshalbjahr - steigerte BHP seinen Gewinn vor Sonderposten um 47 Prozent auf 6,77 Mrd. Dollar. Analysten hatten im Durchschnitt mit 6,9 Mrd. Dollar gerechnet. Beim kurzfristigen weltweiten Ausblick zeigte sich BHP zurückhaltend. Insbesondere in China, seinem wichtigsten Kunden, erwartet der Bergbaukonzern eine Abkühlung.

Den Aktionären sicherte Konzernchef Marius Kloppers am Mittwoch zu, für Potash nicht zu viel Geld auf den Tisch zu legen: "Wir werden diszipliniert bleiben." Die Anteilseigner sollten in den kommenden Wochen am Vorgehen bei Potash beteiligt werden, kündigte Kloppers weiter an.

Das dürfte auch nötig sein, denn nach Recherchen der Financial Times ist BHP gezwungen, die eigenen Aktionäre über das feindliche Übernahmeangebot abstimmen zu lassen, sollte es eine bestimmte Schwelle überschreiten. Noch bietet BHP Billiton für Potash 39 Mrd. Dollar oder 130 Dollar je Potash-Aktie. Doch das Angebot dürfte erhöht werden, denn der kanadische Düngerkonzern lehnt es als zu gering ab.

Nach britischem Recht hätten Anleger bei großen Käufen ein Wort mitzureden, was das Übernahmepoker verkomplizieren könnte, analysiert die FT. Die Schwelle, ab der das BHP-Management die Anteilseigner zu Rate ziehen müsste, liege je nach Auslegung bei 150 Dollar oder sogar nur bei 145 Dollar je Aktie.

Die Potash-Führung wehrt sich nach Kräften, weswegen BHP eine feindliche Übernahme anstrebt. Sprich: Das Unternehmen wendet sich direkt an die Aktionäre des kanadischen Düngerspezialisten und versucht, ihnen so viele Papiere wie möglich abzukaufen. Zur Verteidigung ist Potash auf der Suche nach einem "Weißen Ritter", also einer Firma, die dem Konzern bei seiner Abwehr zur Hilfe eilt.

Medienberichten zufolge erwägt der australische Bergbaukonzern Rio Tinto, zusammen mit einem chinesischen Partner einen Offerte für Potash abzugeben. Rio Tinto lehnte eine Stellungnahme allerdings bisher ab.


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