12.02.2009
Merrill Lynch hat heimlich Millionen überwiesen.
Merrill Lynch hat heimlich Millionen überwiesen.
Foto: dpa

US-Investmenbank

Merrill Lynch hat Boni-Zahlungen vorgezogen

Die US-Investmenbank Merrill Lynch hat Ende vergangenen Jahres heimlich Millionen-Boni an die Mitarbeiter überwiesen. Nun droht Ärger mit der New Yorker Staatsanwaltschaft.

Unbeeindruckt von Milliardenverlusten und Staatshilfen hat  Merrill Lynch heimlich Boni in Millionenhöhe an die Mitarbeiter ausgezahlt. Schon im Dezember überwies die US-Investmentbank fast 700 Angestellten Gehaltszulagen von jeweils mindestens einer Million Dollar, heißt es in einem Brief des Oberstaatsanwaltes von New York, Andrew Cuomo, der der Nachrichtenagentur "Reuters" vorliegt. Die vier Mitglieder des Top-Managements sollen zusammen über 121 Millionen Dollar erhalten haben.

"Heimlich und verfrüht" habe Merrill Lynch seinen gescheiterten Managern zulasten der Steuerzahler großzügige Gehaltszulagen über insgesamt 3,6 Milliarden Dollar ausgezahlt, schreibt Cuomo.

Cuomo bezeichnete die Boni-Zahlungen als "abstoßend, widerwärtig und falsch". "Falls es illegal war, werde ich alles in meiner Macht stehende tun, um das Geld wiederzubekommen", kündigte der Oberstaatsanwalt an.

Mitte Januar hatte Merrill für das vierte Quartal einen Verlust von 15,3 Milliarden Dollar bekanntgegeben.


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