Verdi kündigt an, im Laufe des Montags und danach werden sich die Streiks spürbar auf den Flugbetrieb auswirken. Bislang ist kaum zu bemerken, dass das Boden- und Kabinenpersonal der Lufthansa seit Mitternacht die Arbeit ruhen lässt.
An diesem Morgen haben laut Gewerkschaft 4000 bis 5000 Mitarbeiter den Streik unterstützt, darunter Techniker, Mitarbeiter aus der Frachtverladung und der Essensversorgung. Die Flughäfen in Hamburg, Köln, Leipzig, Hannover, Frankfurt, Düsseldorf und München sind betroffen.
"Unser Streik läuft sehr wohl", beteuerte Verdi-Verhandlungsführer Erhard Ott in einem Interview mit dem ZDF. Weil kaum Flüge ausgefallen sind, war der Eindruck entstanden, die Streiks blieben ohne Wirkung beziehungsweise es mangele an Unterstützung innerhalb der Belegschaft. Der Streik sei so angelegt, dass die Auswirkungen für die Fluggäste zwar spürbar seien, sich aber in Grenzen hielten, erklärte Ott dazu.
Die Gewerkschafter hatten den Verhandlungstisch verlassen, als die Unternehmensleitung das bisherige Angebot als die äußerste Grenze bezeichnet und damit gedroht hatte, es könne zu Jobabbau kommen, fiele der Tarifabschluss höher aus. Tatsächlich expandiere das Unternehmen und baue Arbeitsplätze aus, die Drohgebärden seien unglaubwürdig, kontert Verdi die Position der Lufthansa-Chefetage.
Verdi fordert 9,8 Prozent mehr Geld für ein Jahr, die Lufthansa bietet derzeit 7,7 Prozent für 21 Monate.
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