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Deutsche Bank und Sal. Oppenheim sind sich über den Verkauf der Privatbank an das größte deutsche Geldhaus einig. Beide Institute teilten am Mittwochabend mit, sie hätten einen entsprechenden Rahmenvertrag abgeschlossen.
Der Kaufpreis liegt bei insgesamt 1,3 Milliarden Euro, den die Deutsche Bank in Aktien zahlen kann. Der Preis könnte sich aber abhängig von der Entwicklung bestimmter Risikopositionen noch erhöhen. Personalentscheidungen seien noch nicht getroffen worden, hieß es.
Das größte private Geldinstitut Deutschlands verliert damit nach mehr als 220 Jahren seine Unabhängigkeit. Die Großbank hingegen vergrößert mit der Übernahme ihr Geschäft mit sehr vermögenden Privatkunden deutlich. Der Branchenprimus verwaltet in diesem Segment weltweit 171 Milliarden Euro, Sal. Oppenheim 132 Milliarden Euro. "Das ist eine hervorragende Grundlage für weiteres weltweites Wachstum in diesem Bereich", sagte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann.
Die Alteigentümer von Sal. Oppenheim sollen mit bis zu 20 Prozent nur noch am Kern der Traditionsbank - dem in Köln angesiedelten Geschäft mit vermögenden Kunden - beteiligt bleiben. Die erst vor wenigen Jahren aus Steuergründen gegründete Holding in Luxemburg, an der unter anderem die Frankfurter BHF-Bank hängt, fällt hingegen zu 100 Prozent an die Deutsche Bank. Die verbleibende Beteiligung der Altaktionäre soll für Kontinuität sorgen. Es gilt als wahrscheinlich, dass Christopher Freiherr von Oppenheim als einziger der vier persönlich haftenden Gesellschafter bei der Deutschen Bank bleibt.
Sal. Oppenheim wird zerlegt
Wenn sich die Risiken der zuletzt defizitären Privatbank im Nachhinein als geringer herausstellen sollten als gedacht, könnten die Eigentümerfamilien noch einen Nachschlag erhalten. Das Investmentbanking von Sal. Oppenheim soll verkauft werden. Darüber laufen schon Verhandlungen mit der australischen
Macquarie Bank, nachdem der ursprünglich favorisierte Bieter
Mediobanca abgesprungen war. Der Kaufpreis soll zwischen 250 und 350 Millionen Euro liegen.









