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Lufthansa will ihre Kosten im Passagierverkehr bis Ende 2011 um 1 Milliarden Euro senken. Dies ist ein Ziel des neuen Sparprogramms "Climb 2011", das Christoph Franz, Chef der Lufthansa-Passage, in einem Brief an die Mitarbeiter ankündigte. Der Brief liegt FTD.de vor.
Teil des Programms ist ein Stellenabbau. Dieser werde sich auf den administrativen Bereich der Passage beschränken, also Arbeitsplätze in der Verwaltung betreffen, sagte eine Sprecherin FTD.de. Rund 400 Jobs sollen wegfallen. Betriebsbedingte Kündigungen seien aktuell nicht geplant. Die Aktie der Lufthansa kletterte im frühen Handel um 1,59 Prozent auf 9,24 Euro.
Bei der Lufthansa in Deutschland arbeiten insgesamt 67.000 Menschen. 27.200 Mitarbeiter umfasst das Passagiergeschäft - und 2000 davon sind in der Verwaltung der Passage beschäftigt.
Angesichts der weltweiten Branchenkrise spart die Lufthansa bereits seit Monaten Kosten. Ticketpreise wurden erhöht, einzelne Strecken ausgedünnt, ein Einstellungsstopp verhängt. Zudem gibt es Kurzarbeit bei der Luftfrachttochter Cargo, die noch bis bis Februar 2010 beantragt ist. 300 Millionen Euro sollten so in diesem Jahr eingespart werden. Doch bereits seit längerem ist in der Branche zu hören: Das dürfte kaum ausreichen.
Dieser Ansicht ist auch Franz, wie er jetzt in seinem Brief erläutert. Nicht nur befinde sich die Luftfahrt in der schwersten Krise ihrer Geschichte, analysiert der stellvertretende Vorstandschef. Vielmehr habe die Lufthansa ein ganz eigenes Problem. Die Krise mache "nur schonungslos deutlich, wo unsere Schwächen im Wettbewerb liegen".
"Viele Wettbewerber produzieren heute zu deutlich günstigeren Kosten als wir und können mit günstigen Preisen wichtige Kundengruppen von uns abwerben", warnt der Manager. Eines der größten Probleme sei der Einbruch bei den Durchschnittserlösen pro Passagier (Yield). "Hier müssen wir weitaus deutlichere Rückgänge verkraften als bei den Passagierzahlen."
In dem Schreiben an die Beschäftigten heißt es, in der Passage verdiene das Unternehmen im laufenden Jahr seine Kosten nicht mehr. "Im Gegenteil, wir haben in den ersten drei Monaten ohne Berücksichtigung von Sondereffekten bereits Verluste geschrieben." Die Veröffentlichung der Halbjahreszahlen zum Ende dieses Monats werde eine Fortsetzung dieses Negativtrends zeigen. Die Zahlen werden am 30. Juli veröffentlicht.









