Die Deutsche Bank hat nach den Worten von Konzernchef Josef Ackermann einen robusten Monat hinter sich. "Die Betriebseinnahmen im März waren solide", sagte Ackermann der "Financial Times". "Wir brauchen kein Kapital, und wenn wir es bräuchten, würden wir eindeutig ein Lösung auf privater Basis bevorzugen."
Ackermann hatte in der vergangenen Woche fürs laufende Jahr eine Rückkehr zu schwarzen Zahlen angekündigt, wenn sich die Weltwirtschaft, die Finanzmärkte und die Regulierungsvorschriften wie erwartet entwickelten.
Die Börse reagierte positiv. Die Aktien der Deutschen Bank verbuchten am Donnerstag im vorbörslichen Handel Kursgewinne. Die Papiere lagen bei Lang & Schwarz 3,8 Prozent im Plus. Händler werteten Ackermanns Aussagen positiv und verwiesen auch auf die allgemeine Aufwärtstendenz bei Bankenwerten in der jüngsten Zeit.
Der Vorstandschef der Deutschen Bank sieht eine strahlende Zukunft für die Bankenbranche voraus, wenn auch unter veränderten Bedingungen. "Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Banken nach der Krise wieder sehr rentabel sein werden", sagte der Schweizer dem Blatt.
Als Folge der Veränderungen im regulatorischen Umfeld und des Abbaus von massiv mit Fremdkapital unterlegten Positionen werde eine Reihe von Produkten "aber nie mehr das Niveau erreichen, das wir in der Vergangenheit erlebt haben". "Das ist das Ende des Schattensystems", sagte Ackermann über den Handel mit speziell strukturierten Anlageformen, die heute als Giftmüll gelten.
Ackermanns Rezept für eine erfolgreiche Bank der Zukunft lautet, sich lieber auf drei oder vier Kernbereiche konzentrieren und nicht "allen alles anzubieten".
Quelle: capital.de
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