Führende Manager des angeschlagenen US-Versicherungskonzerns AIG zahlen nach US-Medienberichten Teile ihrer heftig kritisierten Boni zurück. Wie die "Washington Post" berichtete, haben bis zum Montagnachmittag 18 von 25 Topmanagern der Rückgabe der Prämien zugestimmt. Das stelle mehr als 50 Millionen der insgesamt 165 Millionen Dollar an Prämien dar.
Laut "New York Times" flossen nach Worten des New Yorker Generalstaatsanwalts Andrew Cuomo rund 47 Prozent der Prämien an Amerikaner. Cuomo betonte, einige Begünstigte hätten sich geweigert, das Geld zurückzugeben. Darunter seien viele Empfänger außerhalb der USA. Mehr als 400 AIG-Mitarbeiter hätten Prämien bekommen.
Der höchste Bonus habe sich 6,4 Millionen Dollar belaufen, hieß es in der "New York Times" unter Berufung auf Cuomo. Sechs Mitarbeiter hätten jeweils mehr als 4 Millionen Dollar erhalten. Der Versicherer hatte in den vergangenen Monaten mehr als 170 Milliarden Dollar staatliche Hilfen erhalten, um einen Kollaps anzuwenden. Er gehört nunmehr zu etwa 80 Prozent dem Staat.
Nach einem landesweiten Sturm der Entrüstung über die Bonus-Zahlungen an die AIG-Manager hatte das US-Repräsentantenhaus mit überwältigender Mehrheit eine rückwirkende Steuer von 90 Prozent für diese Boni beschlossen. Das Gesetz ist allerdings noch nicht gültig, da es noch im Senat, der zweiten Kammer des US-Parlaments, behandelt wird. US-Präsident Barack Obama hatte die Bonus-Zahlungen scharf kritisiert und sein Unverständnis über die Moral von Spitzenmanagern geäußert.
Quelle: capital.de
© 2009 dpa

















