Der weltgrößte Minenbetreiber
BHP Billiton will den größten Düngemittelkonzern
Potash notfalls auch ohne Zustimmung des Managements übernehmen. BHP wolle das Direktorium von Potash umgehen und sich direkt an die Aktionäre wenden, teilte der Minenbetreiber am Mittwoch mit. BHP Billiton bietet 38,6 Mrd. Dollar für Potash. Der K+S-Rivale lehnte den Vorstoß am Dienstag jedoch ab und rüstet sich bereits für die Abwehr einer feindlichen Übernahme.
Das Angebot über 130 Dollar je Aktie in bar von BHP Billiton berücksichtige weder den Wert von Potash noch die Wachstumsaussichten, teilte der kanadische Konzern mit. Deshalb sei es nicht im Interesse der Aktionäre, Gespräche mit BHP Billiton aufzunehmen. Potash-Verwaltungsratschef Dallas Howe bezeichnete die Offerte als "gröblich unangemessen".
Das Angebot sei voll durchfinanziert über vereinbarte Kredite, teilte BHP am Mittwoch mit. Die Akquisition sei an die Bedingung geknüpft, dass im Zuge des Übernahmeangebots mehr als 50 Prozent der Potash-Anteile angedient werden.
Investoren sorgen sich offensichtlich dennoch um mögliche negative Folgen. Die BHP-Billiton-CDS gingen nach der Ankündigung des schuldenfinanzierten Übernahmeangebots kräftig nach oben, während die CDS-Märkte insgesamt eher ruhig sind - plus 37 Basispunkte auf 108.
Landwirtschaftschemie ist bei Investoren beliebt, weil die stetig zunehmende Weltbevölkerung langfristiges Wachstum verheißt. Und je wohlhabender die Menschen in Schwellenländern werden, desto mehr Fleisch essen sie tendenziell. Tierhaltung aber erfordert überproportional viel Dünger für das Futter. Die Getreide- und Düngerpreise waren bis Mitte 2008 stark gestiegen, brachen dann infolge der Wirtschaftskrise ein, ziehen inzwischen aber wieder an.
BHP Billiton liebäugelt seit Juni offiziell damit, sein Portfolio um Kali zu erweitern. In Kanada, den USA und am Ural befinden sich die größten Vorkommen, in Deutschland baut die Kasseler K+S (früher Kali+Salz) das Mineral ab.
Potash rüstet sich aber bereits für einen Abwehrkampf. Der Vorstand beschloss eine "Giftpille", mit der eine feindliche Übernahme erheblich erschwert würde: Sobald ein neuer Großaktionär auf mehr als 20 Prozent der Anteile an Potash kommt, verdoppelt das Unternehmen sein Grundkapital und bietet die neuen Papiere allen übrigen Anteilseignern mit einem erheblichen Abschlag an. Potash erklärte, das Management gewinne damit Zeit, sich nach Alternativen umzusehen, etwa einen anderen Käufer zu finden. Damit würde das Geschäft für BHP teurer










