Die Präsentation wurde mit der Einladung an die Ausschussmitglieder versandt. Demnach sollen Sport- und Premiumhäuser bis Jahresende verkauft und alle anderen Filialen bis Ende Februar 2011 geräumt werden.
Mit seiner Drohung gegenüber den Gläubigern dringt Görg auf eine Entscheidung in dem Verhandlungsdrama. Der Insolvenzverwalter fürchtet, dass die Gespräche am Donnerstag bei Highstreet scheitern und Karstadt nicht mehr zu retten ist. Denn stimmen die Gläubiger des Konsortiums den geforderten Mietsenkungen nicht zu, bedeutet das die Blockade des Insolvenzplans. Der Verkauf an den Investor Nicolas Berggruen wäre dann gescheitert.
Innerhalb des Konsortiums gibt es nach Informationen der Financial Times Deutschland zwei Hürden für die Zustimmung. Beide betreffen die sogenannten Mezzanine-Kapitalgeber. Sie haben eine Mischung aus Eigen- und Fremdkapital eingelegt und deshalb weder Sicherheiten noch Stimmrechte, erhalten dafür aber höhere Zinsen. Zudem hat jeder von ihnen ein Vetorecht, falls diese Zinsen - etwa durch Mietsenkungen - gekürzt werden sollen.
Seit Mittwoch spricht deshalb der italienische Kaufhausunternehmer Maurizio Borletti gezielt Mezzanine-Geldgeber an, um sie zum Verkauf ihrer Kredite an ihn zu bewegen. Borletti war mit seinem erst vor wenigen Wochen eingereichten Gebot für Karstadt bei Görg abgeblitzt.


















