Die Fusion der beiden gesetzlichen Krankenkassen DAK und BKK Gesundheit ist geplatzt. „Die Ausschüsse empfehlen dem Verwaltungsrat, die Eigenständigkeit der BKK Gesundheit derzeit beizubehalten“, schreibt die BKK Gesundheit auf ihrer Internetseite.
Beide Krankenkassen gelten als wirtschaftlich angeschlagen. Sie erheben bereits einen Zusatzbeitrag neben dem regulären Krankenkassenbeitrag. Bei einer Fusion, von der sich die Kassen eine Stärkung erhoffen, wäre die neue Kasse mit sieben Millionen Versicherten zur drittgrößten aufgestiegen.
„Die Gespräche hätten ergeben, dass es keine gemeinsame Basis für einen Zusammenschluss gibt. Das hat an der Stelle nicht so gepasst“, so der DAK-Sprecher. Das Krankenkassenwesen ist trotz zahlreicher Fusionen zersplittert. Rund 160 Kassen sind am Markt, davon mehr als 120 Betriebskrankenkassen.
Vorstände wie Ökonomen erwarten mittelfristig nur noch 30 bis 50 Kassen. Die Finanzlöcher im Gesundheitswesen erzwängen größere Einheiten. Nur diese könnten gegenüber Ärzten und Pharmabranche Verhandlungsmacht entwickeln, um die Kostensteigerung im Gesundheitswesen zu drücken.
Quelle: ftd.de
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