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20.01.2012
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Meike und Lars Schlecker
Meike und Lars Schlecker
Foto: FTD/ Rolf Schulters

Insolvente Drogeriekette

Wie Schlecker in die Pleite rutschte

von Gregor Kessler, Kathinka Burkhardt

Jahrelang kämpfte die Drogeriekette gegen sinkende Umsätze. Nun steht das Familienunternehmen vor einer Planinsolvenz. Capital.de zeigt, warum der einst erfolgreiche Händler gescheitert ist - und wie es weitergehen könnte.

Was ist schief gegangen?

Wer sich nicht wandelt, wird abgehängt, lautetet ein alter Marketingspruch: Schlecker hat sich nicht gewandelt. Die große Zeit des Drogisten waren die 70er und 80er Jahren - als Tante-Emma-Läden von den großen Supermärkten am Stadtrand verdrängt wurden und Schlecker mit seiner rasant wachsenden Zahl an Läden die Rolle des Nahversorgers übernahm. Danach hat sich bei der Drogeriekette kaum mehr etwas geändert - bei den Wettbewerbern dagegen viel. Seit den 1990er-Jahren haben auch Discounter, Supermärkte und Großdrogerien ein Filialnetz aufgebaut, das bis in die Stadtteile reicht. Ihre Läden sind hübscher, die Preise oft niedriger. Dazu wird kein Lieferant und kein Kunde gerne in Verbindung mit einem Händler gebracht, der seine Angestellten schlecht behandelt: In den letzten Jahren machte Schlecker vor allem wegen der Bespitzelung und Einschüchterung von Mitarbeitern Schlagzeilen.


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