25.02.2010
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Telekom-Chef René Obermann wird am Donnerstag den künftigen Sparkurs konkretisieren.
Telekom-Chef René Obermann wird am Donnerstag den künftigen Sparkurs konkretisieren.
Foto: dpa

Gewinneinbruch

Arme Telekom zahlt reichlich Dividende

Zwar bleibt unter dem Strich nicht mehr allzu viel Überschuss übrig - die Telekom verspricht ihren Aktionären aber eine stabile Ausschüttung. Und das gleich für drei Jahre.

Milliardenschwere Abschreibungen haben der Deutschen Telekom im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch eingebrockt. Der Überschuss sei um drei Viertel auf 353 Millionen Euro gesunken, teilte der Bonner Konzern am Donnerstag mit.

Neben der bereits bekannten Wertminderung für die britische Mobilfunktochter T-Mobile UK aus dem Frühjahr von 1,8 Milliarden Euro seien im vierten Quartal noch 500 Millionen Euro auf das Süd- und Osteuropa-Geschäft, also hauptsächlich auf die Beteiligung an der griechischen OTE, abgeschrieben worden, hieß es weiter. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wuchs um 6,2 Prozent auf 20,7 Milliarden Euro.

Dank der seit Februar konsolidierten OTE zog der Jahresumsatz aber um fünf Prozent auf 64,6 Milliarden Euro an.

Von Reuters befragte Analysten hatten beim Überschuss mit mehr gerechnet: 1,03 Milliarden Euro. Beim Umsatz dagegen hatten sie mit 64,8 Milliarden Euro nur ein wenig mehr erwartet.

Telekom-Chef René Obermann kommentierte seine Zahlen zufrieden. Nach einen holperigen Start habe das Unternehmen das Jahr 2009 mit guten Ergebnissen abgeschlossen. Der Konzern sei profitabler geworden.

Deutsche Telekom
Deutsche Telekom

Seinen Aktionären hatte das Unternehmen bereits in der vergangenen Nacht eine frohe Botschaft übermittelt - in Form einer garantierten Mindestdividende über 70 Cent pro Papier für drei Jahre. Im Dax ist die Telekom mit dieser Aktion Vorreiter, die das Papier für Investoren interessanter machen soll. Am Vormittag notierte die T-Aktie bei 9,25 Euro und damit kaum verändert, während der Dax gleichzeitig um 0,4 Prozent nachgab.

Am Markt wurde die Ankündigung einer Garantiedividende als klares Signal bewertet, das Papier für Anleger attraktiver zu machen. Die Hauptversammlung muss aber weiter jedes Mal zustimmen. Knapp 70 Prozent der T-Aktien sind in Streubesitz, 4,4 Prozent hält der US-Finanzinvestor Blackstone und den Rest der Staat, teils über die staatseigene Bank KfW.

In dem Dreijahreszeitraum erhalten die T-Aktionäre rund 10 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen mit. Kombiniert wird die Zusage mit einem Programm zum Rückkauf von eigenen Aktien. Allerdings gibt es eine Bedingung für die Realisierung dieser Strategie: Der ehemalige Staatskonzern muss jeweils einen entsprechenden Bilanzgewinn erzielen.

Für das Geschäftsjahr 2009 plant die Telekom, einen Betrag von unverändert 78 Cent an seine Anteilseigener auszuschütten. "Wir können eine gleich hohe Dividende zahlen wie für 2008 - und das trotz Krise", wurde Obermann in der Mitteilung des Konzerns zitiert.

Das Unternehmen wolle in weltweit unsicheren Zeiten den Aktionären und potenziellen Investoren Planbarkeit und Sicherheit bieten, fügte Aufsichtsratschef Ulrich Lehner hinzu.


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