"In der aktuellen Situation an den Finanzmärkten ist eine beschleunigte Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank vorteilhaft für alle Beteiligten", verkündete die Allianz am Donnerstagabend.
Weiter hieß es, dass vor allem Mitarbeiter und Kunden davon profitieren würden. Die neue Commerzbank sei schnell handlungsfähig, da es nun keinen langen Übergangsprozess gebe. Durch die Fusion Commerzbank/Dresdner entsteht ein Bankenriese mit einer Bilanzsumme von über 1100 Milliarden Euro und elf Millionen Privatkunden.
Die Commerzbank wird für den Großteil der Dresdner Bank in bar und nicht in Aktien zahlen. Der Versicherer Allianz wird dementsprechend einen geringeren Anteil an der neuen Commerzbank halten, als ursprünglich geplant. Die Commerzbank bewertet das Gesamtvolumen des Kaufs nun mit 5,1 Milliarden Euro, statt bisher 9,7 Milliarden Euro.
Vor knapp drei Monaten hatte die Commerzbank angekündigt, der Allianz die Dresdner Bank in zwei Schritten abzukaufen. Der ursprüngliche Plan sah vor, zunächst nur 60 Prozent zu übernehmen, der Rest sollte bis Ende 2009 folgen. Dieser Schritt wird jetzt vorgezogen: Die Commerzbank will die restlichen Anteile "bereits im Januar 2009" übernehmen.
Als die Übernahmepläne Anfang September bekannt wurden, hatte es geheißen, von den insgesamt rund 67.000 Stellen in beiden Banken würden 9000 wegfallen. 6500 Stellen würden allein in Deutschland dem Rotstift zum Opfer fallen. Zudem macht die Commerzbank bis 2012 über 300 der gut 1500 Filialen zu. Kündigungen sollen aber nach Möglichkeit vermieden werden.
Die Vereinbarung mit der Allianz steht noch unter Gremienvorbehalt und bedarf der behördlichen Zustimmungen.
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