27.10.2008

Foto: dpa-PA

Finanzkrise

Postbank macht 449 Millionen Euro Verlust

Infolge der internationalen Finanzkrise hat die Postbank im dritten Quartal rote Zahlen geschrieben. Schuld daran ist vor allem die Beteiligung am zerschlagenen Institut Lehman Brothers.

Der Kurs der Aktie sackte nach Bekanntgabe der Zahlen um mehr als 15 Prozent und markierte bei 15,52 Euro am Montagvormittag ein neues Rekordtief. Die Dividende für dieses Jahr wird gestrichen.

Die Postbank verbuchte im dritten Quartal ein Minus vor Steuern von 449 Millionen Euro. Die Belastungen aus dem Engagement bei der US-Investmentbank Lehman Brothers machten allein 364 Millionen Euro aus. Den vereinbarten Einstieg der Deutschen Bank bei dem Bonner Geldinstitut sehe er aber nicht in Gefahr, sagte Postbank-Vorstandschef Wolfgang Klein.

Angesichts der anhaltenden Finanzmarktturbulenzen will die Postbank ihre Ziele für das laufende Jahr nicht aufrechterhalten. Eine neue Prognose wurde nicht genannt. "Ich halte es in der aktuellen Situation nicht mehr für angebracht, konkrete Ziele zu nennen", sagte Klein. Bislang war das Institut in diesem Jahr von einem Vorsteuergewinn von 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro ausgegangen.


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