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Commerzbank will ihr Kernkapital bis Ende Juni um 6,3 Mrd. Euro stärken. Das teilte das zweitgrößte deutsche Geldhaus am Donnerstag mit. Die Vorgaben der Europäischen Bankenaufsicht EBA, die dem Institut im Dezember eine Kapitallücke von 5,3 Mrd. Euro bescheinigt hatte, würden damit mehr als erfüllt.
Die EBA verlangt von den grenzüberschreitend aktiven europäischen Banken ab Juli eine Kernkapitalquote von neun Prozent. Die Commerzbank rechnet bis Ende Juni mit einer Quote von mehr als elf Prozent.
Knapp 60 Prozent der Kapitallücke sei schon Ende 2011 geschlossen worden, teilte die Bank mit - unter anderem durch einen Gewinn im vierten Quartal von 1,2 Mrd. Euro. Auf weitere 1,2 Mrd. Euro hofft die Bank in den ersten beiden Quartalen 2012. Die risikogewichteten Vermögenswerte (RWA) seien bereits um 17 Mrd. Euro reduziert worden, was den Kapitalbedarf um weitere 1,6 Mrd. Euro gesenkt habe.
Eine Umwandlung der 750 Mio. Euro großen Stillen Einlage der Allianz ist vorerst nicht Teil des Plans. Auch Staatshilfe brauche die Bank nicht, bekräftigte Finanzchef Eric Strutz. Die Commerzbank-Aktie schoss nach der Mitteilung um rund zehn Prozent auf 1,55 Euro nach oben.
Quelle: ftd.de
© 2012 reuters










