Cisco Mitarbeiter
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Foto: Enno Kapitza

Die Preisträger

Deutschlands Beste Arbeitgeber 2008

von Rudolf Kahlen

Die SAP AG, Cisco Systems und ConSol Software sind in ihren jeweiligen Unternehmensgrößenklassen „Deutschlands Beste Arbeitgeber 2008“. Dies ist das Ergebnis des zum sechsten Mal durchgeführten bundesweiten Wettbewerbs. Befragt wurden 45000 Personen.

Den Titel vergibt das Great Place to Work Institute Deutschland in Zusammenarbeit mit Capital, dem Direkt- und Belegschaftsversicherer ASSTEL sowie der „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ (INQA) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Wie Capital in der aktuellen Printausgabe berichtet, sind die Top-100-Firmen in den Bereichen Glaubwürdigkeit, Respekt, Fairness, Stolz und Teamgeist vorbildlich. „Wer heute engagierte und motivierte Mitarbeiter gewinnen und halten will, muss eine mitarbeiterorientierte Unternehmenskultur bieten“, fasst Frank Hauser, psychonomics AG, Leiter Great Place to Work Institute Deutschland, die Ergebnisse zusammen.

„Deutschlands Bester Arbeitgeber 2008“ unter den Großunternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern ist der Softwarekonzern SAP aus Walldorf. Auf Platz zwei folgt das Chemie-Unternehmen Dow Deutschland mit Hauptsitz in Schwalbach am Taunus, den dritten Rang belegt die Techniker Krankenkasse mit Hauptsitz in Hamburg. Als bester Arbeitgeber bei den Unternehmen mit 501 bis 5.000 Mitarbeitern wurde das IT-Netzwerk-Unternehmen Cisco Systems Deutschland aus Hallbergmoos bei München vor dem Industrie-Unternehmen 3M Deutschland mit Hauptsitz Neuss bei Düsseldorf und dem Finanzdienstleister impuls Finanzmanagement aus Gersthofen bei Augsburg ausgezeichnet. „Deutschlands Bester Arbeitgeber 2008“ unter den Mittelständlern mit 50 bis 500 Mitarbeitern ist das IT-Unternehmen ConSol Software aus München, zugleich Erstplatzierter des Gesamtrankings. Auf den Rängen zwei und drei folgen 4flow, Software- und Beratungshaus für die Logistik-Branche aus Berlin, sowie der Personaldienstleister Vedior mit Hauptsitz in Hamburg.

Arbeitsminister Scholz hebt Engagement hervor

Bundesarbeitsminister Olaf Scholz, der in Berlin die Auszeichnungen überreichte, lobte das Engagement der Preisträger: „Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, brauchen wir nicht nur Investitionen in Technik, sondern auch in die Beschäftigten. Hinter jeder Spitzentechnologie stehen motivierte, kreative Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die diese erdacht und entwickelt haben.“

Seine Spitzenposition unter den Großunternehmen verdankt SAP laut Personalvorstand Prof. Dr. Claus E. Heinrich dem respektvollen Miteinander von Führung und Belegschaft. „Wir verlangen unseren Mitarbeitern viel ab. Dafür geben wir aber auch viel zurück. Wir wollen den individuellen Lebensphasen unserer Mitarbeiter gerecht werden“, beschreibt Heinrich die Unternehmensphilosophie. Cisco Systems punktete bei seinen Mitarbeitern vor allem mit Bestnoten in Sachen Glaubwürdigkeit. „Glaubwürdigkeit heißt Vorleben“, sagt Deutschland-Chef Michael Ganser. „Für uns Manager gelten diesel¬ben Hygiene-Faktoren wie für alle anderen.“ Bei ConSol* Software, Sieger unter den Mittelständlern mit 50 bis 500 Mitarbeitern, steht laut Gründer Dr. Ulrich Schwanengel „der Mensch im Mittelpunkt. Anders kann eine Know-how-Firma wie unsere ihr Niveau nicht halten.“

2008 wurden insgesamt fünf Sonderpreise vergeben: In der Kategorie „Chancengleichheit der Geschlechter“ wurde Microsoft Deutschland ausgezeichnet. In der Kategorie „Lebenslanges Lernen“ konnte das Tagungshotel Schindlerhof überzeugen. Die E.ON Führungsgesellschaften erhielten einen Sonderpreis in der Kategorie „Gesundheit“. Über eine weitere Auszeichnung in der Kategorie „Diversity“ durfte sich Dow Deutschland freuen, der Zweitplatzierte unter den Großunternehmen. In der Kategorie „Förderung älterer Mitarbeiter“ hielt die Jury den Sensortechnikspezialisten Sick für preiswürdig.

Der von den Medienpartnern Capital, impulse und personalmagazin sowie von der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales begleitete Wettbewerb „Deutschlands Beste Arbeitgeber 2008“ wird seit Beginn von ASSTEL, dem Kölner Direktversicherer und Spezialisten für das Belegschafts- und Kooperationsgeschäft, unterstützt. ASSTEL Vorstand Gerd Schulte ist „begeistert, wie gut viele Wettbewerbssieger ihre Mitarbeiter in die Planung und damit in die Ziele integrieren. Es gibt keinen besseren Weg, die versteckten Leistungspotenziale der eigenen Leute zu heben.“ Für Capital-Chefredakteur Dr. Klaus Schweinsberg ist der diesjährige Wettbewerb wieder ein „eindeutiger Beleg dafür, dass mitarbeiterorientierter Führungsstil und unternehmerischer Erfolg eng miteinander verknüpft sind. Die ausgezeichneten Unternehmen haben es verstanden, dass ein fairer, respektvoller Umgang des Managements mit den Mitarbeitern die beste Investition in eine erfolgreiche Unternehmenszukunft ist.“

Am sechsten Wettbewerb, der sich am US-Vorbild „100 Best Companies to Work For in America“ orientiert, haben sich 252 Unternehmen beteiligt. Das für die Projektleitung von Great Place to Work in Deutschland verantwortliche Forschungsinstitut psychonomics AG in Köln hat rund 45.000 Mitarbeiter befragt. Je nach Unternehmensgröße werden bis zu 500 Mitarbeiter pro Firma nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Im Mittelpunkt der Bewertung stehen Glaubwürdigkeit, Respekt und Fairness des Managements gegenüber Mitarbeitern sowie Identifikation und Team-Orientierung im Unternehmen. Herausgekommen sind 100 Top-Arbeitgeber in Deutschland, die sich automatisch für den EU-Wettbewerb „100 Beste Arbeitgeber der EU 2008“ qualifiziert haben. Die Sieger des EU-Wettbewerbs (www.greatplacetowork-europe.com) werden am 27. Mai 2008 in London geehrt.


© 2008 capital.de

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