Wollten nicht alle globalisierte und vernetzte Märkte weltweit? Nur von profitieren und den Rest nicht akzeptieren, klappt nicht. Wieviel deutsche Anbieter lassen in Fernost herstellen, importieren, fertigen Importiertes in Europa oder sonst was? Stempel drauf, klappt doch. Was ist ein pures deutsches Produkt?
Die Asiaten sind flexibler, sie verfügen über "Kriegs-Strategien", die wir nicht annähernd spüren. Unser Kommentar: ...aber das dürfen die doch nicht, das macht man nicht...
Die deutschen Beamten, Politiker und der Rest der Scheuklappenträger erledigen den Rest. Wer im Markt etwas zu sagen hat, sollte hier mal die Daumenschrauben ansetzen. Dann mal los, Herr Asbeck. Aber dafür ist es vielleicht etwas zu spät. Lange Zeit absahnen und jetzt meckern???
Der Vorstandsvorsitzende der SolarWorld AG, Frank H. Asbeck, ruft die Wettbewerbspolitik zum Handeln gegen chinesische Dumping-Anbieter auf. In einem Interview mit Capital (Ausgabe 10/2011, ab dem 22. September erhältlich) sagt er: "In unserer Branche gibt es keinen fairen Wettbewerb. Die Chinesen haben einen Industriekrieg begonnen. Zentralstaat und Provinzen haben Solarunternehmen allein 2011 Kreditzusagen über 21 Mrd. Euro gegeben, zu Zinsen von unter zwei Prozent".
Mit diesem Geld würden die Konzerne in China "massiv Kapazitäten ausbauen und ihre Produkte zu Dumping-Preisen von teilweise bis zu 30 Prozent unter den Herstellungskosten anbieten". Deutschland müsse sich fragen, ob man diese Industrie, in der das Land ganz weit vorne liege, komplett nach China abgeben will. "Man kann doch ermitteln, wo die Kosten eines Herstellers liegen. Und wenn der versucht, riesige Mengen zu Niedrigpreisen anzubieten, um eine ganze Industrie zu zerstören, muss die Wettbewerbspolitik eingreifen", sagte Asbeck gegenüber Capital.
Allerdings sieht Asbeck noch ganz andere Gefahren für den deutschen Solar-Standort als die Chinesen: " Da werden ganz andere kommen, etwa Samsung aus Südkorea und Foxconn aus Taiwan. Für die Elektronik-Riesen wird der Fotovoltaik-Markt jetzt richtig interessant. Zurzeit ist er 40 Mrd. Dollar schwer, bis 2020 wird er sich verfünffachen."
Der SolarWorld-Chef hat erhebliche Zweifel, ob die deutschen Anbieter diesem Wettbewerb gewachsen sind: "Einige Unternehmen haben vielleicht verkannt, dass es internationalen Wettbewerb gibt. Sie haben sich nur auf staatliche Anreize verlassen."
Aus dem Magazin |
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Das komplette Interview finden Sie in Capital Heft 10/2011, das ab dem 22. September im Handel erhältlich ist. |
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Was die Leser sagen
Solarworld ist das einzige Unternehmen in Deutschland, das mit den Chinesen mithalten kann. Herr Asbeck spricht hier stellvertretend fuer all jene Solarunternehmen, die bald dem Wettberwerb zum Opfer fallen werden. Er spricht auch fuer all jene Arbeitnehmer, die bald keinen Job mehr haben wuerden. Er tut es, nicht weil sein Unternehmen gefaehrdet ist, sondern weil ihm die Solarbranche in Deutschland am Herzen liegt. Solarworld ist immer noch profitabel (im Gegensatz zu so manchen chinesischen Solarfabriken). In 2012 beginnt die Siliziumproduktion in Qatar und eventuell auch der Lithium Abbau im Erzgebirge. Nicht zu erwaehnen die neue Recycling Anlage, die mit Kooperationspartnern aufgebaut wird. Solarworld wird ganz sicher ein Gewinner sein, doch es koennten in Deutschland noch viel mehr sein.
Herr Asbeck! Haetten Sie Ihrem ehemaligen CEO Herrn W. etwas genauer auf die Finger geschaut haetten Sie jetzt einen Mitbewerber aus Korea und in Zukunft aus China weniger.
Eine Branche die nur dank Subventionen existiert, ein Unternehmer der nur durch Subventionen und seine grünen Parteifreunde mehrere hundert Millionen Euro Privatvermögen angehäuft hat beschwert sich darüber, daß andere Subventionen kriegen?
Die Solarbranche existiert doch nur dank der Einspeisevergütung die staatlich festgelegt wurde. Und jetzt schöpfen halt andere den Rahm ab. Na und?
Ich selbst habe in der Magnetbandbranche schmwrzlich erfahren müssen wie ein Markt komplett von chinesischen / koreanischen Anbietern übernommen wurde und wie lange die europ. Bürokratie benötigt - das sind mehrere Jahre - bis ein Antidumopingverfahren durch die Instanzen ist. Bis dahin kann es auch der Solarbranche passieren dass die Unternehmen insolvent sind, bevor überhaupt eine Entscheidung fällt. Hier wären mutige Politiker gefragt die sich für den Stzandort Deutschland und seine Technologiekompetenz einsetzen - doch die sehe ich leider nicht.
Ein Verweis auf Indien hier wird der lokale Markt und der ist rießig - künftig auch geschützt.
Herr Asbeck, den fairen Wettbewerb hat es leider noch nie gegeben. Mit Millionenkreditien für einige wenige, scheinbar innovative Unternehmen, wurde in Deutschland die Solarindustrie aufgebaut. Das läuft während den "fetten Jahren" alles einfach zu gut. Der Verkäufermarkt "Photovoltaik" hat sich in einen Käufermarkt gewandelt. Der Kunde hat nun die Macht zu entscheiden. Er entscheidet sich immer für die Lösung, die seiner Meinung nach am besten sein Problem lösen wird. Wenn sich die Module zwischen deutschen und chinesischen Herstellern, anhand der Qualität und Innovation nicht mehr unterscheiden lassen und auch der angesprochene Service der deutschen Solarunternehmen keinen Mehrwert darstellt, so entscheidet der Kunde für die günstigste Lösung. Diese Lösung können große chinesische Unternehmen aber auch nur dann bieten, wenn sie von den Milliardenkrediten in China profitieren können um Ihre Kapazitäten auszubauen, was nur für einige wenige gilt.
Die PV-Branche war schon immer eine Schlammschlacht. Der Wettbewerb ist hart in aufstrebenden Zukunftsmärkten. Aber Hoffnung besteht, wenn deutsche Unternehmen sich wieder auf das konzentrieren was sie am besten können. Innovationen schaffen. Die Großen fressen nicht die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen. Also nicht jammern und nach "Papa Staat" schreien, sondern nachdenken und handeln.
Solarworld sollte sich statt über die Konkurrenz herzuziehen erst mal um seinen eigenen Laden kümmern. Neulich wurde in der ZDF-Sendung WiSo ein ganzer sehr kritischer Beitrag über Solarworld gesendet. Darin lästerten Käufer von Shell-Modulen (Shell Solar wurde von Solarworld übernommen) über die sehr unkooperative Verhalten von Solarworld, obwohl Solarworld mittlerweile für die Garantien dieser Module zuständig sei. Verbraucherschützer werden Solarworld deshalb wahrscheinlich ein zweites Mal abmahnen - für einen der angeblich Qualität anbietet ist sowas entlarvernd.
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