Nach Informationen der "Bild" sei eine Staatsbeteiligung von mehr als 50 Prozent denkbar. Zuletzt hat das Institut von staatlicher Seite Liquiditätshilfen in Höhe von 50 Milliarden Euro erhalten, welche bis zum 15. April dieses Jahres verlängert wurden.
Wie die "Süddeutschen Zeitung" berichtet, ist ein Staatseinstieg quasi sicher. Nun gehe es nur noch um die Höhe des Engagements. "Es sieht katastrophal aus. Da müssen wir einsteigen", hieß es in politischen Kreisen. Danach geht es um eine Größenordnung von zehn Milliarden Euro. Die mögliche Staatsbeteiligung werde dann größer ausfallen als bei der Commerzbank, wo der Bund gut 25 Prozent der Anteile übernimmt. Mit der mehrheitlichen Beteiligung des Staates solle die Sanierung der Bank sichergestellt werden.
Grund für den staatlichen Einstieg ist die angespannte finanzielle Lage der HRE. Die Bank hat bereits Garantien und Kredite in Höhe von insgesamt 80 Milliarden Euro vom Bund und den Banken bekommen. Zurzeit verhandelt sie mit dem Bankenrettungsfonds (SoFFin) über weitere Unterstützung, wie die HRE am Montag mitgeteilt hatte. Das SoFFin-Gesetz begrenzt derzeit noch eine direkte Staatsbeteiligung auf ein Drittel. An einer entsprechenden Gesetzesänderung werde gearbeitet. An der Börse ist das Institut aktuell nur noch rund vier Millionen Euro wert.
Nachdem die bisherigen Liquiditätsspritzen und-garantien nicht die erhoffte Wende herbeigeführt hätten, wolle der Staat die Sanierung jetzt selbst in die Hand nehmen. Nach einer weitreichenden Verstaatlichung könnte die HRE aufgespaltet werden, da sie in ihrer jetzigen Form womöglich nicht zu halten sei.
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