Die einst größte Bank der Welt zählt mit seinen Milliardenverlusten zu einem der größten Opfer der Finanzkrise. Ende 2007 beschäftigte sie noch 375.000, Ende des 3. Quartals 2008 insgesamt noch 352.000 Mitarbeiter. Der Abbau Zehntausender Jobs war bereits Teil eines rigiden Restrukturierungsprogramms. Jetzt hat Vorstandschef Vikram Pandit die nächsten Hiobsbotschaften verkündet. Gemessen am Buchwert soll rund ein Fünftel der Bank verkauft werden.
Bereits das vierte Quartal in Folge schreibt das Finanzinstitut rote Zahlen. Auch das jüngste Quartal wies milliardenschwere Abschreibungen auf und dürfte den Druck erhöht haben, rasch zu handeln. Besonders die Standorte London und New York sollen vom Stellenabbau betroffen sein. Auch die diesjährigen Bonuszahlungen für die Führungskräfte sollen nach Auskunft der Bank zur Disposition stehen. Inwieweit Arbeitsplätze in Deutschland von dem rigiden Sparkurs betroffen sind, ist noch unklar.
Finanzunternehmen in den USA haben bereits fast 160.000 Stellen seit dem vergangenen Jahr gestrichen. Weitere Entlassungen stehen Branchenbeobachtern zufolge bald bevor.
© 2008 capital.de







