Die teilverstaatlichte Bank verbreitet Optimismus: Die Citigroup habe im Januar und Februar wieder schwarze Zahlen geschrieben, heißt es in einem internen Schreiben von Citigroup-Chef Vikram Pandit, das der Nachrichtenagentur "Reuters" am Dienstag vorlag. Im laufenden Quartal liefen die Geschäfte so gut wie seit dem dritten Quartal 2007 nicht mehr, schrieb Pandit. Selbst interne "Stress-Tests", die sehr pessimistische Annahmen zugrunde legten, hätten ergeben, dass das Institut über genügend Kapital verfüge.
Die Börsen reagierten erleichtert auf die Äußerungen des Citi-Chefs: In Frankfurt legten die Aktien des Instituts um mehr als 20 Prozent zu - und zogen gleichzeitig deutsche Finanzwerte wie die Aktien der Deutschen Bank, Commerzbank und Postbank mit ins Plus.
Erst am Montag hatten die Kosten für eine Ausfall-Versicherung der Citigroup ein neues Rekordhoch erreicht. Angesichts der drastischen Kursverluste der Bankpapiere sahen viele Experten bereits den Verbleib des Instituts im Dow Jones gefährden. Pandit versuchte in der Mitteilung, die Bedeutung des Aktienkurses herunterzuspielen: Der Aktienkurs sei kein Indikator für die finanzielle Stärke der Bank, so der Bankchef.
Ende vergangenen Jahres hatte die Regierung in Washington die Citigroup mit einem enormen Hilfspaket vor dem Kollaps gerettet. Um die Kapitalbasis zu stärken, stimmte die Bank zudem Anfang 2009 einer Staatsbeteiligung von bis zu 36 Prozent zu.
Medienberichten zufolge arbeiten die US-Behörden bereits an weiteren Rettungsplänen. Wie das "Wall Street Journal" am Dienstag schrieb, handele es sich dabei um eine Notfallplanung. Es gehe darum, vorbereitet zu sein, sollte sich die Lage bei Citigroup plötzlich erneut verschlechtern.
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