Die Nachrichtenagentur "Bloomberg" hatte berichtet, dass Ford Verhandlungen mit dem chinesischen Unternehmen Geely Automobile führe. Der US-Autohersteller soll zudem in Gesprächen mit zwei weiteren chinesischen Firmen sein: Chery Automobile und Chongqing Changan Automobile.
Nun dementierte der chinesische Autoproduzent Geely Kaufabsichten. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben den schwedischen Hersteller nicht übernehmen. "Wir planen keinen Kauf von Volvo, so wie es einige Medien berichtet haben", sagte ein Geely-Sprecher am späten Freitagabend (Ortszeit) in Shanghai der Nachrichtenagentur "Reuters".
"Bloomberg" hatte weiter berichtet, dass Ford mit dem Verkauf seines Tochterunternehmens verhindern wolle, Gelder vom Staat in Anspruch nehmen zu müssen. Der US-Autobauer hatte 2008 einen Rekordverlust von 16,4 Milliarden Dollar erlitten. Experten gehen davon aus, dass Ford die schwedische Tochter nur mit Verlusten verkaufen kann.
Auch Volvo leidet unter der weltweiten Rezession. Im vierten Quartal 2008 verbuchte das schwedische Unternehmen ein Minus von 999 Millionen Kronen (rund 95 Millionen Euro). Das teilte der Lkw-Bauer am Freitag mit. Vor Steuern lag der Verlust bei 2,51 Milliarden Kronen.
Der nach Daimler zweitgrößte Lkw-Hersteller gab zudem keine Prognose für die Entwicklung des Marktes im laufenden Jahr ab. Zumindest im ersten Halbjahr erwarte Volvo keine Erholung, hieß es. Im letzten Quartal 2008 brach der Auftragseingang um 82 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein. In Europa seien 1549 Stück weniger bestellt worden. Ein Jahr zuvor hatte Volvo im selben Zeitraum ein Plus von 41.403 Einheiten gemacht.
© 2009 capital.de










