14.05.2009
Dank Abwrackprämie legte der Verkauf in Deutschland um 19 Prozent zu.
Dank Abwrackprämie legte der Verkauf in Deutschland um 19 Prozent zu.
Foto: dpa-PA

Autoabsatz

Nur in Deutschland steigen die Verkäufe

Während in Europa zum zwölften Mal in Folge insgesamt weniger Neuwagen verkauft wurden, legt der Absatz hierzulande zweistellig zu. Doch das ist einzig und allein der Verschrottungsprämie zu verdanken.

Der Auto-Absatz in Europa ist im April trotz staatlicher Konjunkturprogramme zum zwölften Mal in Folge gesunken. Insgesamt wurden 1,25 Millionen Autos verkauft, das sind 12,3 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie der Verband der Europäischen Automobilhersteller (ACEA) am Donnerstag in Brüssel mitteilte. In den ersten vier Monaten des Jahres brach der Auto-Markt damit um 15,9 Prozent ein.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) berichtete dennoch, dass die Abwärtsbewegung beim weltweiten Pkw-Absatz gebremst scheine. Zwar befinde sich die Weltwirtschaft weiter in einem schwierigen Fahrwasser, die zahlreichen staatlichen Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur zeigten aber immer deutlicher ihre Wirkung.

Unter den großen Autokonzernen konnte im April in Europa einzig der italienische Hersteller Fiat mit einem Absatzplus von 4,7 Prozent auf fast 122.000 Fahrzeuge glänzen. Der an einem Einstieg bei Opel interessierte Autobauer steigerte seinen Marktanteil in Europa binnen Jahresfrist von 8,1 auf 9,7 Prozent.

Die deutschen Hersteller ließen hingegen im Vergleich zum Vorjahr Federn, wie ACEA berichtete: Opel/Vauxhall verlor 12,7 Prozent, in den ersten vier Monaten des Jahres sogar 21,8 Prozent. Der Daimler- Absatz brach im April (inklusive Smart) um 26,3 Prozent ein und die BMW-Gruppe verlor 31,2 Prozent. Volkswagen setzte 4,2 Prozent weniger Autos ab als vor einem Jahr, wobei die Marke VW nur ein leichtes Minus von 0,2 Prozent hinnehmen musste. Die Gruppe bleibt mit einem Marktanteil von 22,7 Prozent (284 600 neu zugelassene Fahrzeuge) aber der Gigant auf Europas Straßen. Der japanische Hersteller Toyota erlitt einen Absatzeinbruch von 22,4 Prozent auf 57.774 Fahrzeuge.

Bei der Absatzentwicklung im April gab es in Europa große regionale Unterschiede. Länder mit Umweltprämien wie Deutschland (plus 19 Prozent), Frankreich (minus 7 Prozent) sowie Italien (minus 8 Prozent) schnitten nach VDA-Angaben überdurchschnittlich ab. Dagegen fuhren Großbritannien (minus 24 Prozent) und Spanien (minus 46 Prozent) deutliche Verluste ein. Mittlerweile habe aber auch die britische Regierung die Einführung einer Umweltprämie von Mitte Mai an beschlossen. In Spanien solle der Kauf eines Neuwagens von Juli an für ein Jahr mit 2 000 Euro unterstützt werden.

In den USA lagen die Verkäufe im April nach VDA-Angaben mit 817 000 Fahrzeugen rund 34 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Japan verzeichnete mit 236 000 Fahrzeugen ein Minus von 23 Prozent, in Russland wurden mit 135.700 Autos 53 Prozent weniger Fahrzeuge zugelassen als im Vorjahr. Hingegen stieg der Absatz in China dank umfangreicher Konjunkturprogramme um 25 Prozent, Indien meldete ein Plus von vier Prozent.


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UnternehmenISIN
FIAT.IT0001976403.F  Detailinformationen
GEN MOTORSUS3704421052.N  Detailinformationen
DaimlerChryslerDE0007100000.DE  Detailinformationen
BMWDE0005190003.DE  Detailinformationen
VolkswagenDE0007664005.DE  Detailinformationen
TOYOTA MOTOR CORPORATIONJP3633400001.DE  Detailinformationen

Quelle: dpa
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