Die Bundesregierung hat eine auf die
Commerzbank zugeschnittene Neuauflage des Bankenrettungsfonds Soffin auf den Weg gebracht. Banken können sich laut dem im Kabinett verabschiedeten Gesetzentwurf bis zu 80 Mrd. Euro an frischem Geld und 400 Mrd. an Garantien beim Staat holen. Die Neuauflage des vor einem Jahr geschlossenen Fonds war nötig geworden, nachdem die EU-Bankenaufsicht EBA bei sechs deutschen Banken einen Kapitalbedarf von über 13 Mrd. Euro festgestellt hatte. Die größte Lücke klafft bei der Commerzbank: Sie muss bis Juli 2012 5,3 Mrd. Euro frisches Kapital beschaffen.
Entgegen zwischenzeitlich diskutierten Plänen soll es Staatshilfen nur auf Antrag der Bank geben. Eine Zwangskapitalisierung ist vom Tisch. Eine weitere Neuerung am Soffin kommt der Commerzbank besonders entgegen: So dürfen Banken künftig Staatsanleihen an den Soffin auslagern und nicht nur Ramschpapiere aus der ersten Welle der Finanzkrise 2008. Staatsanleihen sind das Kernproblem der Commerzbank: Sie hat bei ihrer Tochter Eurohypo Papiere aus Euro-Krisenstaaten fü 13,6 Mrd. Euro in der Bilanz, die bereits milliardenschwere Abschreibungen verursacht haben.
Deutschlands zweitgrößte Bank beteuert, sie könne ihr Kapital ohne neue Staatshilfen stärken, indem sie weniger neue Kredite vergibt. Am Mittwoch schloss die Bank auch den Rückkauf von eigenen Anleihen ab, die weit unter Wert notierten. Sie konnte dabei 700 Mio. Euro Gewinn verbuchen und so ihre Kapitalbasis stärken.
Doch in Regierungs- und Finanzkreisen gilt es als unvermeidbar, dass die Commerzbank entweder frisches Kapital vom Bund nehmen oder Staatsanleihen in eine Bad Bank abgeben muss. Die Commerzbank könnte auf einen Schlag 5 Mrd. Euro Eigenkapital freisetzen, wenn sie die Eurohypo beim Staat ablädt. "Eine Bad Bank wäre mein Favorit, denn es würde der Commerzbank erlauben, nicht ans Eingemachte zu gehen. Es wäre geschäftspolitisch kontraproduktiv, wenn die Commerzbank ihre Direktbanktochter Comdirekt oder die polnische Bre Bank verkaufen müsste", sagte Martin Faust, Professor an der Frankfurt School of Finance.
Entgegen zwischenzeitlich diskutierten Plänen soll es Staatshilfen nur auf Antrag der Bank geben. Eine Zwangskapitalisierung ist vom Tisch. Eine weitere Neuerung am Soffin kommt der Commerzbank besonders entgegen: So dürfen Banken künftig Staatsanleihen an den Soffin auslagern und nicht nur Ramschpapiere aus der ersten Welle der Finanzkrise 2008. Staatsanleihen sind das Kernproblem der Commerzbank: Sie hat bei ihrer Tochter Eurohypo Papiere aus Euro-Krisenstaaten fü 13,6 Mrd. Euro in der Bilanz, die bereits milliardenschwere Abschreibungen verursacht haben.
Deutschlands zweitgrößte Bank beteuert, sie könne ihr Kapital ohne neue Staatshilfen stärken, indem sie weniger neue Kredite vergibt. Am Mittwoch schloss die Bank auch den Rückkauf von eigenen Anleihen ab, die weit unter Wert notierten. Sie konnte dabei 700 Mio. Euro Gewinn verbuchen und so ihre Kapitalbasis stärken.










