Der japanische Autobauer
Suzuki will seine Partnerschaft mit
Volkswagen beenden. Volkswagen solle seine Beteiligung an Suzuki verkaufen, forderte der japanische Autobauer am Montag. Volkswagen ist seit 2009 mit 19,9 Prozent an Suzuki beteiligt, Suzuki hat im Zuge der wechselseitigen Beteiligung 1,5 Prozent an den Wolfsburgern erworben.
Die Zusammenarbeit lief aber holprig, gemeinsame Projekte wurden bis jetzt nicht realisiert. Der offene Bruch kommt ausgerechnet im Vorfeld der wichtigen Automesse IAA, die in dieser Woche in Frankfurt beginnt. Bis zum 25. September diskutiert die Branche dort unter anderem über neue Mobilitätskonzepte.
Am Sonntag hatte Volkswagen dem japanischen Autohersteller vorgeworfen, 2009 den Kooperationsvertrag verletzt zu haben. Suzuki habe unzulässigerweise Dieselmotoren von einem anderen Hersteller bezogen. Der deutsche Konzern setzte seinem Partner "eine mehrwöchige Frist", "diesen Sachverhalt zu korrigieren". Suzuki selbst wies die Vorwürfe zurück. "Wir können versichern, dass wir keinen Vertragsbruch begangen haben", sagte ein Suzuki-Sprecher am Montag.
VW erhoffte sich von der Partnerschaft eine Stärkung seiner Präsenz auf dem Zukunftsmarkt Indien, wo Suzuki stark vertreten ist. Die Wolfsburger hatten im Juli jedoch verkündet, die Allianz mit dem japanischen Kleinwagen- und Motorradspezialisten stehe auf dem Prüfstand.
Die Bewertung der Partnerschaft sei noch nicht endgültig abgeschlossen, hieß es in der Mitteilung vom Sonntag. Suzuki hatte die VW-Kooperation zuletzt infrage gestellt und sich über zu große Einflussnahme der Deutschen beschwert. Davor hatte Europas größter Autobauer wiederholt kritisiert, die 2009 eingegangene Partnerschaft entwickele sich nicht wie erhofft.
© 2011 ftd.de










