Beim Autobauer
BMW ist der Gewinn im Krisenjahr 2009 weniger stark eingebrochen als erwartet. Der Überschuss sei auf 210 Millionen Euro gefallen, teilte der Münchner Autohersteller am Donnerstag mit.
Das sind zwar 36,4 Prozent weniger als im Vorjahr, aber deutlich mehr als die 174 Millionen Euro, mit denen Analysten im Schnitt gerechnet hatten. Die Aktie kletterte um bis zu 3,1 Prozent, später schmolzen die Kurszuwächse aber wieder zusammen. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen. Zuletzt notierte das Papier ein Prozent fester als am Donnerstag.
Beim Ergebnis vor Steuern übertraf BMW mit 413 Millionen Euro die Erwartungen deutlich. Die Kernsparte Automobile schrieb im Schlussquartal wie angekündigt schwarze Zahlen; zuvor hatte sie vier Quartale in Folge Verluste verbucht.
"Unser Kostenmanagement sowie gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz zeigen Wirkung, auch wenn die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich spürbar waren", wurde Vorstandschef Norbert Reithofer in der Unternehmensmitteilung zitiert.
Der Absatz brach 2009 um 10,4 Prozent ein. Insgesamt verkaufte der Konzern weltweit 1,28 Millionen Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce nach 1,43 Millionen Autos im Jahr zuvor.
Reithofer bekräftigte das Ziel, in diesem Jahr mehr als 1,3 Millionen Autos zu verkaufen. BMW blicke vorsichtig optimistisch auf das Jahr, auch wenn die Auswirkungen der Krise 2010 noch deutlich zu spüren sein werden. Im Gegensatz zum Konkurrenten
Daimler will BMW in diesem Jahr eine stabile Dividende von 30 Cent je Stammaktie und 32 Cent je Vorzugsaktie zahlen.
Kursinformationen + Charts
| Unternehmen | ISIN | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| BMW | DE0005190003.DE | ||||
| DaimlerChrysler | DE0007100000.DE |
Quelle: ftd.de
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