08.03.2010
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Zum Firmenverbund Dubai World gehört auch das Bauunternehmen Nakheel.
Zum Firmenverbund Dubai World gehört auch das Bauunternehmen Nakheel.
Foto: Getty

Milliardenprojekt

Dubai World beginnt Umschuldung

von Simeon Kerr, Dubai, Robin Wigglesworth, Abu Dhabi, und Anousha Sakoui, London

Das staatlich kontrollierte Konglomerat beginnt Verhandlungen mit seinen Gläubigern. Doch die Hürden sind hoch: Unterschiedliche Interessen drohen, die Geldgeber in kleine Gruppen zu spalten. Abschläge scheinen zudem unvermeidlich.

Das angeschlagene Konglomerat Dubai World wird Gläubigern diese Woche erste Vorschläge für die Umstrukturierung von Verbindlichkeiten in Höhe von 22 Milliarden Dollar unterbreiten. Geldgeber seien zu Gesprächen nach London eingeladen worden, die bereits am Montag beginnen könnten, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen.

Dubai World hatte Investoren weltweit Ende 2009 mit der Bitte um ein sechsmonatiges Schuldenmoratorium in Aufruhr versetzt. Das staatlich kontrollierte Konglomerat, zu dem auch der Immobilienentwickler Nakheehl gehört, hatte während der Boomjahre vor der Krise hohe Schulden angehäuft.

Seitdem die Turbulenzen den Immobiliensektor des Emirats hart getroffen haben, tun sich Dubai World und Nakheel schwer, die Verbindlichkeiten zu bedienen. Nakheel ist unter anderem für die Entwicklung der Palmeninsel vor der Küste Dubais bekannt. Das Nachbaremirat Abu Dhabi hat Dubai bereits mit Milliarden unter die Arme gegriffen.

Den Gesprächen mit Gläubigern sollen noch in diesem Monat formelle Vorschläge für eine Umstrukturierung folgen. Es wird erwartet, dass Dubai World den Geldgebern anbietet, Schulden über mehrere Jahre zurückzuzahlen, allerdings mit einem Abschlag ("Haircut"). Alternativ könnten sie mehr Geld zurückerhalten, wenn sie bereit sind, länger zu warten. Möglicherweise könnte die Regierung des Emirats in diesem Fall Garantien stellen.

Insider gehen davon aus, dass frisches Geld nachgeschossen wird. Die Gläubiger könnten sich aber uneins darüber sein, wie die Mittel eingesetzt werden. Einige Beobachter fürchten daher eine Spaltung, die den ganzen Prozess weiter verkomplizieren würde. "Es gibt das echte Problem, dass Gläubiger sich in eine Reihe von Splittergruppen aufspalten", sagte eine mit den Gesprächen vertraute Person.


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