Vertreter der sieben Regionalgesellschaften gehen Capital-Informationen zufolge auf Konfrontationskurs zu Vorstandschef Markus Mosa, der den Konzern ihrer Meinung nach zu stark auf den Discounter Netto ausrichtet und die Belange der 4.500 selbstständigen Edeka-Kaufleute vernachlässigt.
Netto ist zudem wirtschaftlich derzeit nicht besonders erfolgreich. Eine erste Machtdemonstration war der nicht ganz freiwillige Rückzug von Aufsichtsratschef Peter Simmel Anfang der Woche. Vier der sieben Regionalgesellschaften hatten Simmel zuvor das Vertrauen entzogen, weil sie seinen Führungsstil und seinen Hang zu wechselnden Koalitionen innerhalb des verschachtelten Edeka-Reichs nicht mehr tolerieren wollten. Simmel hatte sich bisher schützend vor Mosa und seinen Kurs gestellt.
Der Sturz Simmels wurde von den Aufsichtsratschefs der Regionalgesellschaften Hessenring, Nord, Rhein-Ruhr und Südwest betrieben. Weder Edeka noch Simmel wollten sich zu den Vorgängen äußern.
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