Im Schnitt werde die Gesamtverzinsung 2009 5,2 Prozent erreichen, teilte der größte deutsche Lebensversicherer am Mittwoch mit. Für 2008 wurden noch 5,4 bis 5,6 Prozent bezahlt. Die laufende Überschussbeteiligung, den Kernbestandteil der Gesamtverzinsung, will Allianz Leben im kommenden Jahr mit 4,5 Prozent konstant halten.
Vor der Allianz haben bereits die Lebensversicherer Gothaer, R+V, Barmenia, Signal Iduna, Continentale Leben und ihr Direktversicherer Asstel bekannt gegeben, die laufenden Überschüsse im kommenden Jahr unverändert zu lassen. Bislang haben lediglich die Basler und der Direktversicherer Europa Absenkungen vorgenommen.
Grund für die geringere Gesamtverzinsung bei der Allianz ist der Kurssturz an den weltweiten Börsen. Da Versicherungskonzerne einen Teil der Prämieneinnahmen an den Aktienmärkten anlegen, mussten sie in den vergangenen Monaten teils hohe Abschreibungen auf die gekauften Papiere vornehmen.
Mit Blick auf die Lage an den Kapitalmärkten sagte Vorstandschef Maximilian Zimmerer, das Unternehmen habe zum Beispiel Aktienpositionen rechtzeitig deutlich reduziert. Nach Angaben Zimmerers wurden bereits seit Mitte 2007 Aktien im Wert von mehr als zehn Milliarden Euro zu einem durchschnittlichen Dax-Kursniveau von 7000 Punkten verkauft. Die Aktienquote liege aktuell bei rund zehn Prozent.
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