"Wir können im Vorgehen des Bundesjustizministeriums keinen Sinn erkennen", sagte Wendelin Wiedeking auf der Porsche-Hauptversammlung in Stuttgart. "Nach unserer Auffassung verstößt das Zypries-Papier eindeutig gegen das EuGH-Urteil." Die Verantwortlichen müssten sich fragen lassen, "warum VW kein normales Unternehmen werden darf".
Die geplanten Umweltschutzauflagen der EU würden die deutschen Autobauer besonders hart treffen, meinte der Porsche-Chef. Das würde die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands beschränken.
Zypries will es mit ihrem Vorhaben erschweren, dass das Unternehmen Teile der Fertigung ins Ausland verlagert. Nachdem im vergangenen Herbst der Europäische Gerichtshof große Teile des fast 50 Jahre alten Gesetzes gekippt hatte, nutzt die Ministerin eine Lücke, die nicht Teil der richterlichen Entscheidung war. Kritik entzündet sich jetzt vor allem daran, ob VW als einziger Dax-30-Konzern tatsächlich noch speziellen Schutz von der Regierung braucht. Porsche besitzt rund 31 Prozent an VW, das Land Niedersachsen gut 20 Prozent.
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