Hansenet vermarktet dann Online-Anschlüsse mit rund 100 Megabit pro Sekunde, doppelt so schnell wie die bisher schnellsten Anschlüsse der Telekom. Der Ausbau ist für Hansenet-Geschäftsführer Harald Rösch ein Test, bevor er weitere Hamburger Ortsteile und andere Städte an die eigene Infrastruktur anschließt. Bundesweit hat Hansenet 2,2 Millionen DSL-Kunden; nur die Telekom und United Internet (1&1) haben mehr Verträge.
Hansenets Pläne richten sich direkt gegen die Deutsche Telekom. Dem Ex-Monopolisten drohen damit weitere Kundenverluste in Deutschlands zweitgrößter Stadt. Dort ist bereits jetzt rund jeder zweite DSL-Nutzer Kunde von Hansenet. Bislang versorgt die Telecom-Italia-Tochter ihre Kunden mit DSL und Telefonie über die Kupferleitungen der Deutschen Telekom. Dafür erhält der Bonner Telekom-Konzern derzeit 10,50 Euro im Monat pro Haushalt. Bei jedem Kunden, dessen Online-Anschluss künftig über das neue Hansenet-Netz läuft, entfällt diese Zahlung dagegen. Zudem will Hansenet seine Glasfaserleitungen auch weiteren Konkurrenten der Deutschen Telekom wie Arcor oder Freenet zugänglich machen. Damit will Firmenchef Rösch die Investitionen von voraussichtlich mehr als 50 Millionen Euro wieder reinholen.
Bei Rückfragen:
Reinhard Kowalewsky, Redaktion Capital
Tel. 0221 4908 219
kowalewsky.reinhard@capital.de
© 2007 capital.de



















