• Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Klicktipp

Die Top 10 der Wirtschaftssongs

, von Nils Kreimeier

Haben Sie genug von „Schneeflöckchen, Weißröckchen“? Von langen Singe-Abenden mit Schwager Mike unterm Tannenbaum? Kribbelt es Ihnen in den Fingern und wollen Sie wieder ins Geschäft einsteigen? Dann haben wir etwas für Sie: Die zehn größten Wirtschafts-Songs aller Zeiten.

Abba: "Money Money Money"

Die Mutter aller Geld-Lieder von der schwedischen Hitfabrik. Die Zeile "Ain't it sad?“ hat fast schon Trumpsche Qualitäten.

Die Prinzen: "Millionär"

Als die aus Leipzig stammenden Sängerknaben das Stück "Millionär" veröffentlichten, leuchtete der reiche Westen noch in den prächtigsten Farben: Es war 1991. Zumindest die Prinzen dürften mittlerweile tatsächlich Millionäre sein.

Dire Straits: "Money for nothing"

Das elend lange Intro (das im Radio meist abgekürzt wird) verdeckt, dass es hier nicht um eine epische Erzählung geht, sondern um zwei Möbelpacker, die sich über die Statussymbole der sie besingenden Band mokieren. Hübscher "Spiegel im Spiegel".

Keynes vs. Hayek Rap Battle: "Fear the Boom and Bust"

Okay, dieser Song war nicht wirklich ein Hit - zumindest außerhalb ökonomischer Fakultäten. Trotzdem ist es beeindruckend, wie der Streit zweier Jahrhundertökonomen zu einem eingängigen Rap verarbeitet wurde. Zentrale Zeile: "I want to steer markets" – "I want them set free".

[Seitenwechsel]

Pet Shop Boys: "Opportunities"

Das Schöne an diesem 80er-Jahre-Kracher ist die entwaffnende Offenheit im Text: "I've got the brains, you've got the looks. Let's make lots of money." Einfacher lässt sich wirtschaftlicher Erfolg nicht beschreiben.

Janis Joplin: "Mercedes Benz"

Ja, irgendwie war das wohl als Konsumkritik gemeint, wenn die große Janis Joplin sang "Won't you buy me a Mercedes Benz?" Aber wie fast alles, was diese 68er veranstalteten, war es auf den zweiten Blick natürlich auch eine einzige große Verherrlichung des Konsums. Die Werbeagenturen haben es irgendwann kapiert.

Geier Sturzflug: "Bruttosozialprodukt"

Dieses Lied hat es nur aus einem einzigen Grund in diese Hitliste geschafft: Es ist zum ersten und sicherlich auch letzten Mal in der Weltgeschichte gelungen, das Wort "Bruttosozialprodukt" in einem Pop-Refrain unterzubringen.

Madonna: "Material Girl"

Madonna in einer groß angelegten Selbstreflexion, die immer aktuell bleibt: "We are living in a material world". Yep. Und ziemlich viele Leute leben ganz gut davon. Madonna eingeschlossen.

[Seitenwechsel]

Anatevka: "Wenn ich einmal reich wär"

Im berühmten Musical "Anatevka" oder "Fiedler on the roof" singt der Milchmann Tewje: "Wenn ich einmal reich wär. Oje wi di wi di wi di wi di wi di wi di bum. Alle Tage wär' ich wi di bum" Das ist ungefähr das Abstraktionsniveau, das auch Silvio Berlusconi erreicht hat.

Ugly Kid Joe: "Cats in the cradle"

Ein kleines und auch trauriges Lied darüber, wie der Kapitalismus aus dem Sohn ein funktionierendes Wirtschaftssubjekt macht: Zuerst hat der Vater keine Zeit für sein Kind, dann hat das Kind keine Zeit mehr für den Vater.


Artikel zum Thema