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Warum Reisen Manager produktiver macht

, Martin Krengel

Management by „Weg-sein“: Wie Reisen die Produktivität in Ihrem Kopf und Ihrem Unternehmen erhöht. Von Martin Krengel

Ein Flugzeug fliegt über Hochhäuser hinweg

Martin Krengel ist Psychologe, Ökonom, Unternehmer, Buchautor und Vortragsredner. In seinem letzten Buch „Stoppt die Welt, ich will aussteigen“, Eazybookz 2015 19,99 Euro reflektiert er seine Erfahrungen einer Weltreise und den Nutzen für Unternehmen.Martin Krengel ist Psychologe, Ökonom, Unternehmer, Buchautor und Vortragsredner. In seinem letzten Buch „Stoppt die Welt, ich will aussteigen“, Eazybookz 2015 19,99 Euro reflektiert er seine Erfahrungen einer Weltreise und den Nutzen für Unternehmen.


Vielleicht kennen Sie die Unterscheidung zwischen „Effizienz“ und „Effektivität“: Die Wörter klingen ähnlich und teilen sich gemeinsame lateinische Wurzeln, doch es gibt laut Stephen R. Covey, einen kleinen, entscheidenden Unterschied: Effizienz ist ein Produktivitätsmaß: Wer viel Output mit wenig Ressourcen schafft, produziert sehr effizient. Wenn Sie 3000 Turnschuhe an einem Tag produzieren können, Ihr Konkurrenz nur 1000, sind Sie zweifelsohne dreimal so effizient. Doch wenn Ihr Konkurrent alle 1000 Stück verkaufen kann und Sie auf Ihren Produkten sitzen bleiben, ist er viel effektiver.

Wer sein Unternehmen immer wieder für längere Reisen verlässt, kann nicht selbst effizient sein. Doch der Abstand schafft Effektivität. Es resultieren mehrere spannende Reise-Effekte, die letztendlich Ihren Erfolg erhöhen können, obwohl, nein besser: WEIL sie nicht da waren...

Reise-Effekt 1: Weit weg sieht man klarer

Sie kennen das: Unter der Dusche, morgens, im Traum, beim Spazierengehen, beim Dösen – plötzlich ist er da, der Geistesblitz. Der geniale Einfall. Die Struktur für das Konzept. Kurioserweise schleichen sich die besten Ideen immer dann in unseren Kopf, wenn wir es nicht erzwingen. Im entspannten Zustand sind weitere Teile des Gehirns besser vernetzt und arbeiten gut zusammen – ideal, um kreative Querverbindungen herzustellen. Kurzum: Wer sich echte Pausen gönnt, kann besser das strategische „große Ganze“ sehen, kreativ denken und neue Richtungen einschlagen.

Reise-Effekt 2: Energie-Boost

Der größte Energiefresser ist unser Gehirn! Kognitionspsychologen schätzen, dass bei intensiven Denkvorgängen (schreiben, argumentieren, kalkulieren, konzeptionieren, entscheiden) 50 bis 70 Prozent der Energie vom Gehirn verbraten wird. Wenn die graue Produktivitätszentrale überlastet ist, sind wir entscheidungsunfähig, machen Dinge im Stand-by-Voreinstellungsmodus „so wie immer“. Also tanken Sie auf! Wo geht das besser als in einer sonnigen Vitamin-D-Dusche am Strand oder beim Fitness-Trip durch die Natur?

Reise-Effekt 3: Vor Abflug hebt die Produktivität ab

Wissen Sie, wann die Arbeitsproduktivität im Jahr am höchsten ist? Richtig: In der letzten Woche vor dem Urlaub. Das ist die Macht der Deadlines: Projekte müssen fertig werden, Aufgaben strukturiert und delegiert, der Mitarbeiter oder Manager hat ein sehr konkretes Ziel vor Augen. Auf einmal ist also binnen kürzester Zeit mühselig Hinausgeschobenes erledigt. Ein kleines Wirtschaftswunder. Und der Trick dabei? Öfters mal in den Kurzurlaub fahren – damit haben Sie die Anspannungs-Endspurteffekte und den Erholungswert in einem.

Reise-Effekt 4: Von oben sieht man mehr

„Arbeite am, nicht im Unternehmen!“, ist eine wichtige Unternehmermaxime. Ein guter Manager ist in seinem Unternehmen „überflüssig“. Unternehmen brauchen klare Strukturen, systematische Planung und Organisation, und ein gutes, aufeinander eingespieltes Team. Das alles lässt man gern im Alltag mal schleifen, weil man durch Präsenz Schwächen im System kompensieren kann. Eine Abwesenheit, beispielsweise durch eine Reise ist ein super Test, ob es läuft und an welchen Stellen Kompetenzen und Wissen noch nicht klar und gut verteilt sind. Wer für einige Wochen abtaucht, muss nicht nur Verantwortung abgeben und lernt loszulassen, sondern packt auch endlich die notwendigen strukturellen Änderungen an. Wetten?


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