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Gestresst? 5 Wege zur Ruhe

, Capital-Redaktion

Stress frisst Seele auf. Und kostet viel Kraft. Mit fünf einfachen Übungen lässt sich aber auch am Arbeitsplatz entspannen

Den Stress abzuschütteln, ist gar nicht so schwer © Getty Images
Den Stress abzuschütteln, ist gar nicht so schwer

Was ein Stress! Viele kennen das Gefühl. Die Schläfen hämmern, der Druck im Kopf erinnert an U96 auf Tauchfahrt unter Beschuss. Gleich platzen die Nieten. Die Hände sind schwitzig, die Beine kraftlos. Und schon poppt die nächste Mail vom Chef auf oder der Terminkalender erinnert an das Meeting in 15 Minuten, nach dessen Ende man so schlau ist wie vorher. Und morgen das Treffen beim Kunden, Abflug 7 Uhr. Stress! Kaum jemand ist davor gefeit. Schon gar nicht, seit die Errungenschaften der Technik die Erreichbarkeit rund um die Uhr und an jedem Ort verbockt haben.

Stress frisst Seele auf. Rund 15 Prozent aller Krankentage mit ärztlichem Attest entfallen auf psychische Erkrankungen. Die durchschnittliche Krankheitsdauer liegt bei 40 Tagen. Antriebs- und Stimmungsstörungen, zu denen auch Depressionen zählen, machen einen Großteil davon aus und verursachen im Schnitt sogar 58 dokumentierte Ausfalltage pro Erkranktem. Die Krankentage wegen seelischer Leiden haben sich seit 2003 mehr als verdoppelt, die Falldauer stieg in zehn Jahren um 25 Prozent. Das sind die Erkenntnisse einer Studie der Betriebskrankenkassen (BKK).

Dabei ist der Stress oft hausgemacht. Und manchmal mit einfachen Mitteln zu minimieren. Die folgenden Tipps sind zwar kein Allheilmittel, aber sie sind es doch wert, sie einmal auszuprobieren.

1. Musik hören

Wenn es an Ihrem Arbeitsplatz erlaubt ist, setzen Sie Kopfhörer auf und lassen sich berieseln. Es müssen ja nicht gleich Walgesänge sein, aber leichte akustische Kost wirkt nachweislich entspannend auf das Gehirn, lindert den Stress. Und kann zugleich stimulierend auf die Motivation wirken. Klassische Musik wirkt oft Wunder.

2. Pause machen

Gerade wenn die Arbeit kaum zu schaffen ist, klingt es zunächst widersinnig, eine lange Pause zu machen. Vielmehr verbarrikadieren wir uns hinter dem Schreibtisch, sperren die Tür zu, sparen uns das Mittagessen. Alles falsch. Eine Pause ist dann genau das Richtige. Rausgehen, abschalten, Kraft schöpfen. Anschließend läuft es meist deutlich besser. Und schneller. Wer versucht, alles schnell wegzuarbeiten, der verkrampft. Setzt sich unter unnötigen Druck. Für Kopfarbeiter gibt es nichts Schlimmeres.

3. Lachen lernen

Okay, das klingt zunächst nach Esoterikkram. Aber wissenschaftlich ist bewiesen, dass unsere Emotionen mit der Mimik verknüpft sind. Wenn wir gestresst sind, ist uns das anzusehen. Wir wirken dementsprechend gestresst, die Gesichtszüge sind angespannt und verkrampft. Was in die eine Richtung funktioniert, geht auch andersherum. Wer lächelt und lacht, kann Stress abbauen und fühlt sich gleich relaxter. Also: Bitte Lächeln!

4. Sport treiben

Nicht jedem ist es vergönnt, in der Mittagspause ins Fitnesscenter zu gehen oder durch den Park zu joggen. Wobei das die beste Methode ist, um Stress abzubauen. Wer den Körper auspowert, macht den Kopf frei. Die bissigen Stimmen der Kollegen, sie hätten nicht die Zeit dazu, mittags Sport zu machen, sind geflissentlich zu ignorieren. Denn mit klarem Geist holt man die vermeintlich verlorene Zeit doppelt und dreifach wieder rein. Wer es nicht einrichten kann, das Büro zu verlassen, der sollte zumindest eine Pause für Strechting einlegen oder ein paar Übungen wie Liegestütze oder Kniebeugen machen, um den Kreislauf anzukurbeln. Ein kleiner Spaziergang tut es natürlich auch.

5. Smalltalk halten

Reden hilft. Aber bitte nicht über den Job. Sprechen Sie mit Ihren Kollegen, quatschen in der Kaffeeküche – über Hobbys, Familie oder das Fernsehen. Fühlen Sie sich schlecht, reden Sie auch darüber. Reden Sie sich Ihren Frust von der Seele. Wer zu Hause arbeitet, greift zum Telefon. Die Nummer Ihrer Freunde haben Sie ja gespeichert.

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