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Die Renaissance des Offline-Shops

, von Madeleine Hofmann

 

Shoppen ist nicht mehr, was es früher war. Wer keine Lust hat, durch überfüllte Fußgängerzonen zu hetzen, bestellt online. Ohne das Haus zu verlassen. Doch was man im Internet nicht bekommt, ist ein einmaliges Einkaufserlebnis. Zwischenmenschlichkeit bleibt auf der Strecke. Viele Menschen wünschen sich aber genau das. Der Bildband "The Shopkeepers" (Gestalten Verlag) stellt Läden und ihre Besitzer vor, die mit individuellen Geschäftsmodellen erfolgreich sind. 

New York Barbershop, Rotterdam, Niederlande: Dieser Salon weicht nicht von der Tradition ab. Schon in vierter Generation pflegt der Familienbetrieb gewissenhaft und in klassischer Umgebung die Behaarung seiner Kundschaft.

Mezcaloteca, Oaxaca, Mexiko: Mezcal ist ein traditioneller, lokal produzierter Agaven-Schnaps. Es gibt viele kleine Hersteller und dementsprechend viele Mezcal-Marken. Was eignet sich da zur Vermarktung besser, als eine fachmännische Beratung und Verkostung in einer traditionellen Bar?

Krumulus, Berlin: Krumulus ist mehr als ein gewöhnlicher Kinderbuchladen. Mit einer eigenen Galerie, einer Druckerei und vielen Workshops bringt Besitzerin Anna Morlinghaus Kindern im frühen Alter Literatur nahe. 

Tender Buttons, New York, USA: Schon seit mehr als 50 Jahren befindet sich dieser Knopfladen in der schicken Upper East Side von New York. Das Geschäft ist vom Boden bis zur Decke mit Kartons verschiedenster Knopfmodelle vollgestellt. Bei der Gestaltung des Shops halfen die Künstlerfreunde der beiden Gründerinnen.

Original Unverpackt, Berlin: Sie wollten Schluss machen mit dem vielen Müll, der bei jedem Einkauf verloren geht. Also entwickelten Sara Wolf und Milena Glimbovski einen Supermarkt ohne Verpackungen. Mittlerweile verbreitet sich das Konzept auch in anderen Städten. 

Belch Tea Atelier, New York, USA: Auf Reisen entdeckten die Gründer Heidi Johannsen Stewart und Michael Shannon ihre Leidenschaft für Tee und traditionelles Handwerk. In ihrem Laden kreieren sie eigene Teemischungen.

Cortiço & Netos, Lissabon, Portugal: Vier Brüder arbeiten zusammen daran, das Familiengeschäft ihres Großvaters am Leben zu halten. Mit ihrem Laden für portugiesische Industriefließen erhalten sie ein Stück regionalen Handwerks.

Chelsea Farmers Club, Berlin: Anzüge, Ledertaschen und Gin finden sich zwar in diesem Shop, sind jedoch nicht das Hauptgeschäft von Christoph Tophinke. Er versteht sich als Entertainer und ergänzt seinen Laden durch eine eigene Bar, eine Zeitung, Fair Trade Konzepte und gelegentlich sogar durch eine TV-Show.


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