• Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Management

7 Fehler im neuen Job

, Capital-Redaktion

Endlich haben Sie Ihren Traumjob. Glückwunsch! Welche Fehler Sie aber nicht machen sollten, wenn Sie die Probezeit überstehen wollen

Gestatten, ich bin der Neue © Getty Images
Gestatten, ich bin der Neue

Sie haben es einfach drauf. Die Bewerbung war ein Selbstläufer, im Gespräch mit dem neuen Chef haben Sie geglänzt. Dem ersten Arbeitstag fiebern Sie entgegen – besonders wenn Sie neu in der Arbeitswelt sind. Da kann doch nichts mehr anbrennen, denken Sie. Wirklich? Gerade die ersten Tage sind voller Fallstricke, die Probezeit wird oft zur Hängepartie. Noten zählen nicht mehr. Jetzt kommt es nur auf Sie an. Sie müssen gefallen. Dem Chef. Und wichtiger noch: den Kollegen, dem Team. Und das ist oft ein Spagat.

1. Der Klugscheißer

Im Bewerbungsgespräch wird oft die Frage gestellt: Was würden Sie bei uns im Unternehmen verbessern wollen? Sie dient meist dazu festzustellen, ob der Bewerber sich mit dem potenziellen neuen Arbeitgeber beschäftigt hat. Versuchen Sie nicht an Ihren ersten Tagen alles auf den Kopf stellen zu wollen. Und spielen Sie schon mal gar nicht den Oberlehrer. „Das haben wir aber so gemacht“ oder „An der Uni haben wir gelernt...“. Sparen Sie es sich. Besserwisser mag niemand. Besonders nicht in Ihrem Team. Arbeiten Sie sich ein, lassen sich an die Hand nehmen, lernen die Abläufe kennen. Die Zeit für Verbesserungsvorschläge wird kommen. Aber nicht gleich in den ersten Tagen.

2. Kenn ich, weiß ich, war ich schon

Sie wollen glänzen, klar. Zeigen, was Sie drauf haben. Logisch. Aber seien Sie nicht zu stolz, Fragen zu stellen. Sie können die Abläufe in dem neuen Unternehmen nicht kennen. Also scheuen Sie keine Fragen. Werden Sie aktiv und erwarten nicht, dass alle auf Sie zukommen. Zeigen Sie Interesse an der Arbeitsweise Ihrer Kollegen. Aber Achtung: Der Schritt zur unselbstständigen Nervensäge ist nicht groß. Finden Sie das Mittelmaß.

3. Das war ich aber nicht

Upps, wie peinlich. Kaum da und schon den ersten Bock geschossen. Wegducken, vertuschen, leugnen – geht gar nicht! Jeder macht Fehler, gerade am Anfang. Gehen Sie offen damit um. Beichten Sie den Fehler Ihrem Chef, Ihren Kollegen. Zeigen Sie breites Kreuz, stehen zu dem, was passiert ist. Und bieten gleich Lösungsansätze. Aus Fehlern lernt man. Und sie machen Sie menschlich.

4. Der Eigenbrötler

Sie wollen dem Chef gefallen. Das ist nachvollziehbar. Schließlich wird er am Ende der Probezeit entscheiden, ob und wie es mit Ihnen weitergeht. Werden Sie aber bloß nicht zu seinem Schoßhündchen (Außer Sie haben in einer Behörde angeheuert. Dann kann das hilfreich sein). Ein guter Chef mag das nicht, und das Team erst recht nicht. Knüpfen Sie Kontakte, gehen Sie mit den neuen Kollegen Essen und einen Kaffee trinken. Plaudern Sie, aber isolieren Sie sich nicht. Sie sind doch ein Teamplayer.

5. Nine to five

Morgens der Letzte und abends der Erste. Merken Sie selbst, oder? Das mag der Chef nicht, und Sie werden bald noch viel mehr Freizeit haben. Aber umgekehrt? Auch keine gute Idee. Wer heutzutage noch glaubt, mit reiner Anwesenheit punkten zu können, ist so etwas von gestern. Oder hat einen Chef, der immer noch die Stechuhr anbetet. Überstunden sind völlig normal, wenn sie denn nötig sind. Stift fallen lassen, weil die Uhr fünf schlägt, ist dagegen ein absolutes No-Go. Orientieren Sie sich an Ihren Kollegen, dann machen Sie auch nichts falsch.

6. Warten, bis die Arbeit kommt

Schon mal was von Eigeninitiative gehört? Warten Sie nicht, bis man Ihnen Arbeit zuteilt. Suchen Sie sich welche. Fragen nach, bieten Hilfe an, unterstützen Kollegen.

7. Wissen, wer wichtig ist

Es gibt eine Position, die in jedem Unternehmen unantastbar ist. Nein, nicht der Chef. Es ist die Büroassistentin. Die gute Seele. Sie hat den Überblick, ist meist schon lange in der Firma, weiß, wo und wie der Hase läuft. Verscherzen Sie es sich nicht. Denn die Macht ist mit ihr. Und was sie meistens gar nicht mag, sind arrogante Schnösel von der Uni mit summa cum laude, die das raushängen lassen.


Artikel zum Thema