• Facebook
  • Twitter
  • Google Plus
  • Management

5 Gründe für "Kollege Hund"

, Capital-Redaktion

Viele Büros sind auf den Hund gekommen. Aus einem einfachen Grund: Die Vierbeiner wirken sich positiv auf den Erfolg des Unternehmens aus

Hunde im Büro senken den Stresslevel © Getty Images
Hunde im Büro senken den Stresslevel

„We are a dog company.“ Mit diesem Selbstverständnis erklärt Google den Bürohund „zum integralen Bestandteil der Firmenkultur“. Mit dem Bekenntnis zum Hund ist Google aber längst nicht allein. Im Hauptquartier von Amazon in Seattle gibt es beispielsweise an jeder Rezeption Leckerlis für die Vierbeiner. Und das dürften nicht wenig sein. 1500 Mitarbeiter haben ihren Hund registrieren lassen und bringen ihn zur Arbeit mit. Typisch Amis? Weit gefehlt.

Im Großraumbüro der Mars Holding in Verden tummeln sich beispielsweise bis zu 20 Hunde gleichzeitig. Bei Werbeagenturen hat der „Agenturhund“ schon fast Kultstatus. Und so sind auch in den deutschen Kreativzentralen von BBDO, Jung von Matt, Scholz & Friends oder Grey Hunde erlaubt. An dem jährlich stattfindenden Aktionstag „Kollege Hund“ nehmen bundesweit bereits mehr als 1000 Unternehmen teil – vom Kleinstbetrieb bis zur großen Versicherung.

Es scheint, als sei die Wirtschaft auf den Hund gekommen. Spätestens seit diverse Studien belegt haben, dass sich ein Hund im Büro positiv auf die Ergebnisse des Unternehmens auswirkt. Es gibt in Deutschland sogar einen Bundesverband Bürohund, der besonders die gesundheitlichen Aspekte eines Bürohundes für die Mitarbeiter hervorhebt. Der Slogan: „Dog in statt Burn out“.

Einen Anspruch darauf, den Vierbeiner mit zur Arbeit zu nehmen, gibt es freilich nicht. Auch gebietet es der Anstand, mit Vorgesetzten und Kollegen über die Anwesenheit eines Hundes im Büro zu sprechen und auf Ängste oder Hundehaar-Allergien Rücksicht zu nehmen. Doch es gibt gute Gründe, Kollege Hund in den Büroalltag zu integrieren.

1. Gut gegen Stress

Der Wissenschaftler Randolph Barker, Professor für Management an der Virginia Commonwealth University, fand heraus, dass der Stresslevel bei der Arbeit deutlich sinkt, wenn ein Hund im Büro ist. Und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Grund dafür dürfte das Hormon Oxytocin sein, das auch als „Kuschelhormon“ bekannt ist. Die schwedische Wissenschaftlerin Linda Handlin erforschte den Zusammenhang und entdeckte, dass Menschen beim Streicheln eines Hundes einen ähnlich hohen Oxytocin-Spiegel aufweisen, wie Frauen, die frisch entbunden haben.

2. Weniger Fehlzeiten

Bei Unternehmen, in denen Hunde am Arbeitsplatz erlaubt sind, sinkt der Krankenstand. Gut für die Firma. Damit spart sie bares Geld. Der Hund sorgt für ein angenehmes Arbeitsklima und auch für Bewegung. Statt die Mittagspause nur in der Kantine oder beim Italiener zu verbringen, fordert der Hund zu einem Spaziergang auf, an dem meist mehrere Kollegen teilnehmen. Das fördert zudem die Integration der Mitarbeiter.

3. Mehr Kontakte

Ein Hund verbindet. Kollegen kommen einfacher ins Gespräch, tauschen sich aus. Der Hund dient als eine Art Kuppler. Das liegt im Wesen des Rudeltieres. „Der Hund ist ein Gruppenwesen und braucht Menschen oder Artgenossen für sein seelisches Gleichgewicht. Er wird deshalb versuchen, andere Menschen, auch welche, die nicht von ihm überzeugt sind, zu integrieren“, sagt Markus Beyer vom Bundesverband Bürohund in Berlin.

4. Größere Loyalität

Wer seinen „besten Freund“ mit zur Arbeit nehmen darf, wird das als Benefit werten. Das steigert die Motivation und fördert das Engagement der Mitarbeiter. Und führt zu größerer Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber.

5. Steigert Attraktivität

Wer Hunde im Büro erlaubt, zeigt, dass er ein moderner Arbeitgeber ist, der neuen, flexiblen Arbeitswelten gegenüber aufgeschlossen ist. Immer mehr Unternehmen setzen ihre Hundeaffinität bewusst bei Stellenausschreibungen ein, um ihre Attraktivität zu steigern. Wie beispielsweise das Hotelbuchungsportal HRS oder die Trusted Shop GmbH.

Newsletter: „Capital- Die Woche“

Jeden Freitag lassen wir in unserem Newsletter „Capital – Die Woche“ für Sie die letzten sieben Tage aus Capital-Sicht Revue passieren. Sie finden in unserem Newsletter ausgewählte Kolumnen, Geldanlagetipps und Artikel von unserer Webseite, die wir für Sie zusammenstellen. „Capital – Die Woche“ können Sie hier bestellen:


Artikel zum Thema