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10 Tipps, wie Sie sich bei Kollegen unbeliebt machen

, Madeleine Hofmann

Nervige Kollegen gibt es in jedem Team. Was aber macht uns so sicher, dass wir nicht selbst einer von ihnen sind?

So machen Sie sich bei Kollegen unbeliebt. © Getty Images
So machen Sie sich bei Kollegen unbeliebt.

Man sieht sie häufiger als den Ehepartner und kann sie sich genauso wenig aussuchen, wie die eigene Verwandtschaft. Doch im Gegensatz zu Onkel Otto und Tante Inge, teilt man mit den Arbeitskollegen 40 Stunden pro Woche ein Büro, arbeitet in regelmäßigen Meetings zusammen und ist in vielen Projekten aufeinander angewiesen. Umso wichtiger ist es, sich gut mit ihnen zu verstehen, oder zumindest keine Hassgefühle zu bekommen, wenn man bloß ihre Stimme hört. Doch was macht uns eigentlich so sicher, dass wir nicht selbst zu denjenigen gehören, die im Kollegenkreis als nervig oder unkollegial gelten? Testen Sie sich selbst: Mit diesen Verhaltensweisen bringen Sie Ihre Kollegen garantiert auf die Palme.

1. Arbeit an andere abschieben

Ein guter Manager ist, wer delegieren kann? Das mag in gewissen Positionen und bis zu einem gewissen Grad stimmen. Doch wer unangenehme Aufgaben immer an andere abschiebt, ohne umgekehrt auch den Kollegen einmal auszuhelfen, steht schnell im Verdacht, faul und unverschämt, oder gar unfähig zu sein. Und Sie können sicher sein: Haben Ihre Kollegen Ihre Masche durchblickt, brauchen Sie auch in Notfällen wie Krankheit oder Zeitnot keine Hilfe mehr von Ihrem Team zu erwarten.

2. Die Kollegen auf Abstand halten

Auf Büro-Partys smalltalken und mit den Kollegen auf der Weihnachtsfeier ein Bier trinken ist einfach nicht Ihr Ding. Denn: Freunde findet man nicht auf der Arbeit. Sie wollen hier nur Ihrer Pflicht nachgehen. Nichts weiter. Deshalb interessiert Sie auch nicht, ob sich Ihre Kollegin gerade von Ihrem Mann scheiden lässt oder sich Ihr Schreibtischnachbar um seine kranke Mutter sorgt. Das sollen die bitte für sich behalten und Sie in Ruhe lassen. Kein Problem – mit dieser Einstellung sind Sie sicher vor Mitgefühl und Zuneigung Ihrer Mitmenschen. Sie können in Zukunft ganz ungestört vor sich hinarbeiten.

3. Immer das Oberkommando haben

Sie haben den Unterschied zwischen delegieren und kommandieren nicht verstanden? Dann können Sie sich der Unbeliebtheit im Kollegenkreis sicher sein. Niemand lässt sich gerne anschreien oder herumscheuchen. Dass die Mitarbeiter auf Durchzug schalten, wenn Sie mal wieder eine Kommando-Tirade von sich geben, ist zu erwarten. Denn: Der Ton macht die Musik.

4. Die Zeit der anderen verschwenden

Auch ohne Ihr Zutun sind Meetings der größte Zeit- und Produktivitätskiller. Ihre Kollegen werden Sie also sicher nicht dafür lieben, dass Sie Präsentationen unnötig hinauszögern, irrelevante Fragen stellen oder noch einmal auf den vor-vor-letzten Tagesordnungspunkt zu sprechen kommen. Ihrem eigenen Zeitplan tun Sie damit im Übrigen auch keinen Gefallen.

5. Die Gerüchteküche am Laufen halten

Die Büroküche ist auch bekannt als Zentrum des Firmenklatschs, doch Sie treiben den Tratsch auf die Spitze: Behaupten, die neue Kollegin und der Chef hätten gestern gemeinsam das Büro verlassen, die Kollegin X sei schwanger und Kollege Y habe sich bei der Konkurrenz beworben. Dass Intrigen das Zusammenleben erst richtig spannend machen, kennen wir aus dem TV-Vorabendprogramm. Die Wenigsten wollen aber, dass diese Phantasiewelt an ihrem Arbeitsplatz Einzug hält. Deshalb können Sie sich mit Ihren Lügen und Intrigen der Missgunst Ihrer Kollegen sicher sein.

6. Sich permanent über die ungerechte Welt beschweren

„Guten Morgen!“ – und schon geht es los: „Das ätzende Wetter schlägt sich ganz auf meine Stimmung nieder“, „Das Essen in der Kantine ist ja mal wieder ungenießbar“, „Ich habe so viel Arbeit – da werde ich nie fertig“, „Von den neuen Bürostühlen bekomme ich Rückenschmerzen.“ Und so weiter. Jammerlappen sind für die Kollegen anfangs vielleicht noch ganz amüsant, doch irgendwann ist Schluss mit Mitleid, denn Sie ziehen das ganze Team mit Ihrer schlechten Laune herunter. Stellen Sie sich dann darauf ein, dass es einen Grund mehr zum Jammern geben wird: „Keiner hat Zeit, mit mir essen zu gehen!“

7. Grundlos ausrasten

Wenn Sie etwas aufregt, können Sie sich einfach nicht zurückhalten. Dann werden Sie laut. Und ein bisschen aggressiv. Sie hauen auf den Tisch, pfeffern ein Buch in die Ecke, und vor allem: Sie brüllen den Unheils-Überbringer so laut an, dass der sich still und leise aus dem Zimmer zu schleichen versucht. Und das vor versammelter Mannschaft. Aber das ist Ihnen egal, schließlich ist der Kollege selbst schuld. Herzlichen Glückwunsch – Sie haben es geschafft, dass Ihre Kollegen sich vor Ihnen fürchten. Sympathien bringt das allerdings nicht.

8. Alles besser wissen

Wer antwortet, wenn der Chef im Meeting eine Frage an Ihren Kollegen stellt? Sie. Noch bevor es der angesprochene Kollege tut. Wem fällt auf, dass der Kollege gerade Dienstag, statt Mittwoch gesagt hat? Ihnen. Und wer korrigiert ihn vor seinem gesamten Team? Sie natürlich. Aber das meinen Sie alles nur gut – und wollen zeigen, wie kompetent Sie sind. Bei den Kollegen kommt dieses Verhalten allerdings anders rüber: Sie fühlen sich bloßgestellt, vorgeführt – oder einfach nur genervt.

9. Das Büro mit Geräuschen und Gerüchen füllen

Dem größten Unbeliebtheitsgrad erfreuen sich immer diejenigen Mitarbeiter, die es mit kleinen Gesten schaffen, die Kollegen zur Weißglut zu bringen. Sie telefonieren laut und lange, klicken pausenlos mit dem Kugelschreiber wenn Sie nachdenken und lassen alle Kollegen an Ihren Emotionen teilhaben, wenn Sie beim Formulieren einer E-Mail wütend auf Ihre Tastatur eindreschen. Oder: Sie räuspern sich alle paar Sekunden und scheuen sich nicht, Ihre Essensreste vom Wochenende in der Büromikrowelle aufzuwärmen und mit dem Duft nach Zwiebeln und Hackfleisch die ganze Etage zu beglücken.

10. Sich durchschlängeln

Sie lächeln freundlich, wenn der IT-Experte fragt, ob Sie die neue Software beherrschen. Dann rennen Sie zur Kollegin, um sich in einer extra Stunde noch einmal alles von ihr erklären zu lassen. Wenn Sie einen Termin verpassen, schieben Sie unschuldig einen Kollegen vor, der Sie angeblich vergessen hat, zu informieren. Sie nehmen Fleißaufgaben vom Chef an und betteln dann bei Ihren Kollegen um Hilfe, wenn Sie mit der Fertigstellung überfordert sind. Ihren Kollegen ist klar, dass Sie auf Ihrem Posten eigentlich nichts verloren haben, doch Sie sehen das nicht so eng. Man wird ja wohl noch fragen dürfen. Und dann werden Sie für die Arbeit Anderer auch noch mit einer Beförderung belohnt. Sympathiepunkte im Kollegenkreis sammeln Sie so eher nicht.


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