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10 Gebote der Zielerreichung

, Capital-Redaktion

Wer dauerhaft Erfolg haben will, muss sich klare Ziele setzen. Wolfgang Allgäuer gibt Tipps, wie das am besten geht.

Erfolg Pokal
Wer am Ende einen Pokal haben will, muss sich konkrete Ziele setzen (Foto: Getty Images)

Wolfgang Allgäuer ist Unternehmer, Buchautor und – so die Selbstcharakterisierung –Trainer für „Begeisterung, Selbstmanagement und Unternehmenserfolg“. Der gebürtige Österreicher arbeitete sich vom Tischler zum Inhaber eines Küchen-Imperiums hoch. Wolfgang Allgäuer ist Unternehmer, Buchautor und – so die Selbstcharakterisierung –Trainer für „Begeisterung, Selbstmanagement und Unternehmenserfolg“. Der gebürtige Österreicher arbeitete sich vom Tischler zum Inhaber eines Küchen-Imperiums hoch. 


Dauerhafter Erfolg baut auf gesteckten Ziele auf: Die meisten Persönlichkeiten meinen ihre Ressourcen im Berufsleben genau zu kennen. Beträchtlich ist dabei die geringe Summe derjenigen Führungspersönlichkeiten, die ihre Erfolge scheinbar leichtfüßig erreichen. Immens hoch und weit verbreitet hingegen ist die Dichte derjenigen, die ihre persönlichen Ziele nie erreichen. Sie mühen sich ab, straucheln und arbeiten ohne Effizienz. Ihr Hindernis: Eine Zielsetzung findet nicht statt, grundlegende Prinzipien – oder die eigenen Ressourcen – werden nicht reflektiert.

Dauerhafter Erfolg basiert auf Zielen

Passen meine eigenen Ziele und meine vorhandenen Kapazitäten sowie Ressourcen überhaupt zusammen? Fundierte Planungen und realistische Einschätzungen sollten der erste Ansatz, der erste Schritt Richtung Erfolg sein. Die Realität sieht anders aus:

Externe Ziele und Fremdvorschläge der Geschäftspartner, Kollegen und aus dem Umfeld werden ohne Bedenken und aus Bequemlichkeit übereilt angenommen. Der Haken: Menschen ohne eigene Ziele sind nie auf Dauer erfolgreich. Was sich schon sehr bald an der Oberfläche zeigt, ist die Kraftlosigkeit der Ziele, die von anderen vorgegeben wurden.

Doch was finden wir in außergewöhnlichen Biografien? Sie zeigen alle eine Definition von Zielen, Einschätzungen der vorhandenen und zu erreichenden Kompetenzen auf – stets unter ständigem Einbezug der vorhandenen Ressourcen. Viele Unternehmen und Selbstständige besuchen beim Nacheifern dieser Biografien Seminare, studieren Motivationsbücher – alles vergeblich. Am Ende stehen Frustration und Enttäuschung auf der Agenda – die Erfüllung bleibt weiterhin aus. Als Konsequenz ergibt sich daraus, dass sich viele mit den grundlegenden Themen in der Zukunft nicht mehr beschäftigen wollen, um sich lieber dem Fluss des Lebens hinzugeben.

Doch was ist der Grund für verfehlte Ziele? „Nach meiner Erfahrung liegt es fast immer daran, dass die gesetzten Ziele nicht zu den Ressourcen (Träume, Werte, Talente, Energien, Antriebe) der jeweiligen Person gepasst haben“, sagt Wolfgang Allgäuer.

Ziele als grundlegende Weichenstellung betrachten

Tatsächlich kann sich jeder aussuchen, ob er lediglich irgendwo hin will oder ans Ziel gelangen mag. Irgendwo kann jeder im Business ziellos hingelangen, außergewöhnliche Erfolge jedoch entstehen, wenn Ziele klar definiert sind. Ziele sind die Weichenstellung künftiger Erfolge. Sie erzeugen als eine erste Etappe zum Erfolg einen Zündfunken für das Feuer der Begeisterung, durch das sich Erfolge erst zeigen. „ Es ist nicht schlimm Ziele auch einmal zu verfehlen, schlimm ist die Ziellosigkeit, die von Beginn an Blockaden verursacht“, erklärt der Experte.

Ziele haben eine magnetische Wirkung. Wurden Sie einmal gesteckt, entfalten sie eine positive Sogwirkung. Sind die persönlichen Ziele erkannt, filtern wir die Realität auf das, was für uns tragend erscheint und was uns der Zielerreichung näher bringt. Wir identifizieren Chancen – das Setzen von Zielen ist wie ein Handwerk erlernbar. Der optimale Weg zum Ziel: Der Fokus richtet sich auf zehn wichtige Punkte, die jeder Persönlichkeit mit dem Wunsch nach Erfolg helfen:

„Schreibe deine Ziele auf“

Kann ich meine Ziele nicht auch mündlich fassen? Die Erfahrung zeigt, dass schriftlich festgehaltene Pläne als Leitgedanken eine ganz andere Kraft entfalten, als reines Gedankengut. Studienbeispiele belegen, dass Absolventen mit schriftlich fixierten Karrierezielen nach zehn Jahren ein dreimal so hohes Gehalt erreichen.

„Wisse den Preis jedes Ziels!“

Es ist nicht neu, wird aber gerne verdrängt: Ziele haben stets auch einen Preis – dessen sollte sich jeder für eine erfolgreiche Zielführung bewusst sein. Wer das Risiko des Investments nicht scheut, erkennt den Wert des gesteckten Ziels. Ist das Ziel nichts wert, bleibt es ein Wunsch, dem nicht nachgegangen wird.

„Lege den Zeitpunkt fest!“

Neben dem Preis haben gesteckte Ziele auch immer einen Zeitpunkt. Die Dynamik des Erfolgs und der Umsetzung entsteht nur, wenn Zeiten gesteckt werden. Termine und Fristen sind für ein erfolgreiches Leben unverzichtbar.

„Formuliere in der Gegenwartsform!“

Schwammige Zukunftsprognosen sind ein Hindernis: Konkrete Vorhaben brauchen genaue Formulierungen für die optimale Zielführung. „Ich werde mehr Geld verdienen“, führt zu einer Art Schwebezustand – das Unterbewusstsein nimmt diese Begebenheit als reine, undefinierte Zukunftsmusik auf. „Ich verdiene mehr Geld“ – Ihr Credo bei der Formulierung der Gegenwartsform: Sie haben Ihr Ziel bereits erreicht, der Weg ist erfolgreich.

„Schaue auf das Machbare und bleibe dir treu!“

Ressourcen und ihre korrekte Einschätzung sind das A und O des Erfolgs. Träume, Werte, Talente, Energien und Antriebe sind die persönlichen Maßeinheiten, um die Ziele realistisch zu bestimmen und zu benennen. Stimmen die Voraussetzungen und die Ziele überein, erfolgt der Prozess der Zielerreichung leicht.

„Formuliere positiv und motivierend!“

Wünsche, Ziele und Absichten sollten Sie stets positiv formulieren. Negationen in den Formulierungen sind überflüssig, denn Sie wissen bereits was Sie nicht wollen. Negationen haben eine Blockadewirkung. Definieren Sie wofür sind Sie und nicht wogegen.

„Sorge für Prüf- und Messbarkeit!“

Woran erkennen Sie, dass Sie auf dem richtigen Weg sind? Zeit und Fortschritt müssen überprüfbar und messbar sein. Hierbei ist die Definition von Zwischenzielen hilfreich und zielführend.

„Plane konkret und genau!“

Fristen von zwei Jahren bringen nichts für Ihre Projekte – wer sich Ziele setzt muss auch daran arbeiten. Wenn an der Umsetzung nicht gearbeitet wird, tragen auch die tollsten Vorhaben im Geiste keinen Nutzen. Dennoch Achtung: Flexibilität und das rechte Maß müssen gegeben sein, denn gänzlich starre Konstruktionen wirken hemmend.

„Denke groß!“

Der Funke der Begeisterung ist das Zauberwort: Ziele müssen groß sein, damit der Funke der Begeisterung entzündet werden kann. Anspruchsvolle Ziele stecken und gleichzeitig aber vor Überforderung geschützt zu sein – das ist die hohe Kunst der Zielsetzung.

„Habe ein klares Bild!“

Konkrete Wege zur Umsetzung sind der Schlüssel. Je genauer die Vorstellung von Zielen ist, desto höher die Chance der Zielerreichung. Lassen Sie ein klares geistiges Bild Ihres Ziels entstehen. Visualisieren und emotionalisieren Sie Ihr Ziel so gut wie möglich.

Die Überfrachtung hemmt uns. Wir sind uns dessen im Klaren und versuchen es doch häufig: Wir wollen zu viel auf einen Schlag. Dabei können wir nicht zu viel auf einmal bewältigen: Zwei bis drei richtige Zielsetzungen sind ausreichend, damit Sie nicht vor zu vielen großen Aufgaben stehen. Formulieren Sie und verfolgen Sie die Ziele ausreichend, das ist der optimale Ansatz. Ordnen Sie Ziele immer den einzelnen Lebens- und Arbeitsbereichen nach, somit setzten Sie Prioritäten für Ihren Erfolg.


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