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Fünf Fehler beim Selbstmarketing

, Susanne Hake

Die häufigsten Fehler, die qualifizierte, aber zurückhaltende Führungskräfte beim Selbstmarketing machen. Von Susanne Hake

Selbstmarketing © Getty Images
Nicht jeder hat das Talent zur Selbstvermarktung

Susanne Hake kombiniert langjährige Berufserfahrung aus Werbung, Körperpsychotherapie und Spielfilmregie. 2008 entwickelte ein ganzheitliches Coachings- und Trainingsprogramm, speziell für Menschen mit Selbstmarketing-Blockade. Ihr Buch „Selbstmarketing für Schüchterne“ ist im Redline Verlag erschienenSusanne Hake kombiniert langjährige Berufserfahrung aus Werbung, Körperpsychotherapie und Spielfilmregie. 2008 entwickelte sie ein ganzheitliches Coachings- und Trainingsprogramm, speziell für Menschen mit Selbstmarketing-Blockade.


1. Sie glauben, Sie machen kein Selbstmarketing

Ist Selbstmarketing nur etwas für AngeberInnen? Mitnichten. Mit dem Selbstmarketing ist es wie mit der Kommunikation: Wir können nicht nicht Selbstmarketing betreiben. Wer kein bewusstes Selbstmarketing macht, ausgehend von der eigenen Einzigartigkeit, den offiziellen und verborgenen Stärken und Erfahrungen einerseits und den Anforderungen des Marktes andererseits, betreibt unbewusstes Selbstmarketing. Damit wird eine Chance vertan, die eigene Zukunft kreativ mitzugestalten. Die eigene Position bleibt im Schatten, schwach und schlecht bezahlt.

Lernvorteil: Gerade introvertierte, hochsensible und viele schüchterne KandidatInnen haben eine hohe Konzentrationsfähigkeit. Diese können sie nutzen, um den Fokus auf die bewusste Entwicklung einer klaren und passenden Selbstmarketing-Strategie zu legen.

2. Sie setzen sich keine eigenen motivierenden Ziele

Der englische Psychologe Gray unternahm Studien, mit denen er aufzeigte, dass Introvertierte eher bestrafungsvermeidungsorientiert handeln als belohnungsorientiert. Sobald das Persönlichkeitsmerkmal „Neurotizismus“ hinzukam, verstärkte sich diese Tendenz noch. Belohnung von außen, auch selbst gesetzte, ist demnach nicht wirklich eine Motivation für diese Menschen. Eher meiden sie Strafen wie zu viel Ärger, allzu inkompetente Vorgesetzte oder Kündigung. „Selbstmarketing machen zu müssen“ gilt offenbar ohnehin als eine der Höchststrafen bestrafungsvermeidungsorientierter Personen. Doch: Was könnte eine größere Strafe sein, als sein Leben nicht an den eigenen Zielen, der eigenen Vision, zu orientieren?

Lernvorteil: Nutzen Sie passende Techniken, um Zielklarheit zu finden , Ihre Vision zu vergegenwärtigen und sich so selber zu motivieren.

3. Sie sind ein geschlossenes System

Ein System kann immer nur sich selbst reproduzieren. Doch meistens sind es Gespräche mit anderen und Auftritte vor anderen, die uns beruflichen Zielen näher bringen. Introvertierte, Hochsensible und Schüchterne stehen deshalb öfter vor der Herausforderung, die eigene Sozialkompetenz zu trainieren. Diese setzt sich aus gleichen Teilen aus Beziehungs- und Durchsetzungsfähigkeit zusammen.

Lernvorteil: Verfeinerte effektive Kommunikation kann leicht verstanden und geübt werden. Sie ist der Hebel zum Erfolg, nicht nur zu beruflichem.

4. Sie grübeln zu viel und entspannen zu wenig

Gerade Schüchterne denken zu viel darüber nach, was andere über sie denken. Dabei zeigen Studien, dass die vermutete Bewertung durch andere ziemlich genau dem eigenen Selbstwertgefühl entspricht. Auch Hochsensible können oft schlecht abschalten. Kreativität, die in Führungspositionen hilfreich ist, ist ein Prozess für den  Entspannungsphasen Bedingung sind. Geistig und körperlich erfrischt z.B. auf seine Selbstmarketing-Strategie oder konkrete Maßnahmen zu schauen, trägt zur weiteren Verbesserung bei.

Lernvorteil: Besser das eigene Selbstwertgefühl aufbauen, als weiterhin Gedanken lesen  zu wollen. Entspannung zu einer Priorität machen. Unter all den Entspannungstechniken, die es gibt, werden Sie mindestens eine finden, die zu Ihnen passt.

5. Mangelnde Entscheidungsfreude

Steht die Selbstmarketing-Strategie erst einmal, geht es um das Ausprobieren. Hier gibt es keine Fehler, sondern nur Erfahrungen. Sich für geeignete Selbstmarketing-Maßnahmen, (sowohl digitale als auch solche „mit echtem Augenkontakt“) zu entscheiden, darf also leicht fallen. Welche würden Ihnen Freude machen? Entscheiden Sie sich für diese. Und vor welcher Maßnahme haben Sie am meisten Angst? Da geht's lang.  Entscheiden Sie sich erst recht für diese!

Lernvorteil: Angst ist, nach dem Psychologen Fritz Perls, Erregung ohne Sauerstoff. Atmen Sie also gut durch, spüren Sie die freudige Aufregung  und beginnen Sie jetzt mit bewusstem Selbstmarketing.


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