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Die Top-5-Jobs der digitalen Nomaden

, Capital-Redaktion

Ihr Büro ist die Welt. Alles, was sie brauchen ist Zugang zum Internet. Sie arbeiten am Strand oder im Café. Die digitalen Nomaden sind auf dem Vormarsch. Doch was machen die eigentlich?

Die Welt ist ihr Zuhause: Digitale Nomaden sind an kein Büro gebunden © Markus Burke
Die Welt ist ihr Zuhause: Digitale Nomaden sind an kein Büro gebunden

Kurzlebiger Hype oder doch die Arbeitswelt von morgen? Das digitale Nomadentum wird immer populärer, so scheint es zumindest. Bislang waren es meist Freiberufler auf Weltreise, die nebenbei an Projekten arbeiten. Doch wie sieht es mit Festanstellungen aus? Welche Jobs bieten überhaupt die Möglichkeit, ortsunabhängig zu arbeiten?

Die Metajobsuchmaschine Joblift hat die Stellenanzeigen der vergangenen zwei Jahre ausgewertet. Bei 1400 Jobs wurde explizit darauf hingewiesen, dass ein Arbeiten aus der Ferne uneingeschränkt möglich sei. Klingt erst einmal viel, ist aber verschwindend gering. Denn die Angebote machten gerade mal 0,01 Prozent der Gesamtheit aus. Das heißt, nur jeder zehntausendste Job bietet die Chance grenzenloser Freiheit.

Von jedem Ort der Welt

Dafür scheint die Nachfrage nach flexiblen Arbeitsplätzen (lesen Sie hier unsere Reportage "Außendienst" zu dem Thema) umso größer. Die Anzeigen, die weltweites Arbeiten bieten, haben eine deutlich kürzere Verweildauer im Netz (zehn Tage), als die gleichen Jobs, ohne diese Option. Diese sind im Schnitt 27 Tage ausgeschrieben.

Selbst das mittlerweile salonfähige Home-Office (so richten Sie es ein) wurde nur bei einem Prozent der Anzeigen explizit in Aussicht gestellt. Was zweierlei bedeuten kann: Entweder ist das Home-Office in Deutschland doch noch nicht so etabliert wie gedacht. Oder aber, es ist mittlerweile so selbstverständlich, dass nicht einmal mehr auf die Möglichkeiten des flexiblen Arbeitens hingewiesen wird.

Bei den Jobs, die von jedem Ort der Welt aus durchgeführt werden können, haben sich fünf Profile durchgesetzt.

© Joblift

1. Programmierer

Die Softwarebranche scheint die flexibelste zu sein. In 19 Prozent der Jobangebote für digitale Nomaden wurde nach Programmierern gesucht, die Java, JavaScript oder Fullstack beherrschen.

2. Texter

Mit einigem Abstand (acht Prozent) folgen die Texter. Kein Wunder, braucht es doch zum Texten wenig Equipment, dafür um so mehr Kreativität, die bei einem Roadtrip um die Welt eher gefördert als vernachlässigt werden dürfte. Zudem sind Texter meist Einzelkämpfer.

3. Marketing

Dass Marketingfachangestellten uneingeschränkte Auswahl ihres Aufenthaltsortes gewährt wird, verwundert da schon eher, sind sie doch häufiger auf ein Team angewiesen. Aber Meetings über Skype können ja auch kreativ sein. Fünf Prozent der Stellenanzeigen suchten nach PR-Profis.

4. Datenanalyst

In vier Prozent der entsprechenden Anzeigen wurde nach Datenanalysten gesucht. Auch das ist nachvollziehbar. Einzelkämpfer eben.

5. Vertrieb

Ebenfalls vier Prozent der Inserate richteten sich an Vertriebsexperten. Wahrscheinlich erfolgt hier die Akquise über das Internet. Geschäfte von Angesicht zu Angesicht in der norddeutschen Provinz sind eher schwer möglich, sitzt man gerade unter dem Zuckerhut.


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