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Die Bürospiele sind eröffnet

, Capital-Redaktion

Der Nacken ist steif, der Rücken schmerzt, die Augen flackern. Wer den ganzen Tag vor dem Computer sitzt, verkümmert. Fünf einfache Bürospiele, die jeder Betriebsarzt befürworten wird. Und zur Not, die passenden Ausreden

Fast jeder zweite Deutsche arbeitet heute im Sitzen. Und von denen bewegen sich 42 Prozent täglich weniger als eine halbe Stunde. Erschreckend. Das ergab eine Studie der Techniker Krankenkasse. Die spürbaren Folgen sind schmerzende Nacken, kaputte Rücken und Kopfschmerzen. Aber das sind nur die ersten Symptome. Herzerkrankungen können die Folge sein, Gewichtszunahme und Depressionen. Von der verminderten Produktivität gar nicht zu reden.

Betriebsräte schlagen Alarm, fordern Bewegung am Arbeitsplatz, Ablenkung, wenn auch nur für ein paar Minuten. Auch wenn in einigen Start-ups der obligatorische Kickertisch nicht fehlen darf, sind die meisten Büros spiel- und spaßfreie Zone. Das muss nicht sein.

Capital hat fünf Beispiele zusammengestellt, wie man aus typischen Büroutensilien mit wenig Aufwand eine kleine Olympiade zusammenstellen kann. Garantiert kostenlos.

1. Miss Moneypenny

© Max Miller

Jeder kennt sie, die Szene, wenn James Bond im Vorzimmer von „M“ seinen Hut vom Türrahmen aus auf einen Kleiderständer wirft – und natürlich trifft. Miss Moneypeny ist begeistert. Zu Recht. Denn das ist gar nicht so einfach. Für Fortgeschrittene können die Kleiderhaken noch mit einem Punktesystem versehen werden. Der abgelegenste Haken bekommt die höchsten Zähler. Gerade im Winter, wenn die meisten Kollegen gut behütet sind, ist das ein beschwingter Start in den Arbeitstag. Aber Achtung bei der Hutwahl. Baseball-Caps haben eine andere Flugbahn als ein Herrenfilzhut mit breiter Krempe. Das Spiel lässt sich natürlich zu jeder Tageszeit wiederholen.

2. Magnet-Darts

© Max Miller

Darts boomt. Der Kneipensport hat es längst in die Sportschau geschafft. Warum also nicht auch ins Büro? Es müssen ja nicht gleich echte Pfeile sein. Spätestens wenn der erste Kollege mit Augenklappe zur Arbeit erscheint, könnte der Chef die gesundheitsfördernde Abwechslung in Frage stellen.

In fast jedem Büro gibt es aber eine Magnetwand, an die wichtige Aushänge gebappt werden. Schnell mit dem abwaschbaren Stift ein paar Kreise ziehen, Werte ergänzen und eine imaginäre Linie zwischen zwei Schreibtischen denken, von wo aus geworfen wird. Fertig ist das Magnet-Darts. Wichtig: Nicht die großen Magnete verwenden, die auf der Rückseite eine Plastikverschalung haben. Zu viele prallen ab - und gehen kaputt. Wir wollen ja nicht mutwillig Arbeitsmaterial beschädigen. Es gibt aber kleine Magnete, die beidseitig haften. Die sind perfekt.

3. Trick-Wurf

© Max Miller

Mit Papierbällen in Abfalleimer werfen? Ja, kann man machen. War aber irgendwie gestern und es geht auch anspruchsvoller.  Stellen Sie eine Untertasse mit Kleingeld oder Büroklammern auf. Dann brauchen sie einen Ball. Zum Beispiel einen Schaumstoffball. Bei irgendeinem Kollegen wird einer rumfliegen, weil er mal gehört hat, das ständiges Kneten des Balles gut für die Unterarmmuskulatur sei.Im Zweifelsfall ist es der Kollege, der auch auf einem großen Medizinball sitzt. Oder Sie schauen mal in der Kiste mit Werbegeschenken, die sonst nur zum Schrottwichteln taugen. Zur Not basteln Sie sich einen eigenen Ball. Wie, das erfahren Sie bei Punkt 4. Die Untertasse stellen Sie auf eine Kommode oder ein Regal. Ziel ist es, den Ball so gegen eine Wand zu werfen, dass er anschließend in der Untertasse landet. Die Münzen oder Büroklammern scheppern bei einem Treffer. Sie sind quasi das akustische Signal für ein Tor, denn der Ball wird aus der Untertasse wieder heraushüpfen. So gibt es keine Streitereien, ob der Ball getroffen hat. Für Fortgeschrittene: Der Ball muss über zwei Wände, also zwei Banden, gespielt werden.

4. Tipp-Kick

© Maximilian Virgili

Ideal für Zweier-Büros ist diese Tipp-Kick-Variante. Basteln Sie aus Büroklammern kleine Tore und formen aus einem Notizzettel einen Ball. Fertig ist das Spiel. Schnippen Sie nun den Ball ins gegnerische Tor. Was Sie sonst noch aus Büroklammern bauen können, und was es über Ihre Persönlickeit verrät, erfahren Sie übrigens hier.

5. Alle Neune

© Max Miller

In jedem Büro steht es rum: Leergut. Im besten Falle in der Küche, ansonsten rund um die Schreibtische der Kollegen. Nehmen Sie neun leer PET-Wasserflaschen, füllen sie etwa 100 ml Wasser und bauen Sie sie wie Kegel auf. Ohne Wasser sind die Flaschen zu leicht, reißen beim Fallen keine anderen Flaschen mit. Jetzt brauchen die noch einen Ball. Den können Sie sich aus Gummis bauen, die fast jeder in seinem Schreibtisch hat. Formen Sie erst aus einem Blatt Papier eine Kugel und spannen dann das erste Gummi darum, dann versetzt das nächste. Je mehr Gummis Sie verwenden, um so größer, und schwerer, wird der Ball, der ähnliche Eigenschaften wie ein Flummi aufweist. Und dann suchen Sie sich eine geeignete Kegelbahn. Im Zweifel ist der Flur geeignet. Da Sie ja auch nicht alleine Spielen wollen, ist es quasi eine Einladung an die Kollegen.

Die passenden Ausreden

Und wenn der Chef kommt? Dann erklären Sie ihm, wie wichtig die kleinen Spielereien sind. Nicht nur für die Stimmung im Team. Sondern auch für die Gesundheit. Und hier sind Ihre Argumente:

1. Konzentration

Bei regelmäßigen Pausen wird das Gehirn verstärkt durchblutet und kann mehr Sauerstoff aufnehmen. Das steigert die Konzentration. Die anschließende Arbeit kann produktiver erledigt werden.

2. Herz-Kreislauf-System

Jede noch so kleine Bewegung jenseits des Schreibtisches kurbelt den Kreislauf an. Besser als jeder Kaffee. Auch wenn ein Gang durch die Flure keine Jogging-Einheit ersetzt, ist sie dennoch gut für die Gesundheit.

3. Gegen Verspannungen

Verspannungen werden oftmals durch einseitige Belastungen und falsche Körperhaltungen verursacht. Bewegung wirkt entstandenen Schmerzen entgegen und beugt diesen vor.

4. Körperhaltung

Menschen, die sich häufiger bewegen, nehmen automatisch eine selbstbewusstere und aufrechte Körperhaltung ein, da sie ein besseres Gefühl für ihren Körper entwickeln. Hingegen wirken zusammengesackte Leute unsicher – wer möchte zudem mit Mitte 30 schon aussehen wie der Glöckner von Notre Dame?

5. Glückshormone

Bei Bewegung bildet das Zwischenhirn Endorphin und Serotonin. Und die Hormone lösen Glücksgefühle aus. Zudem fördern die kleinen Spiele zwischendurch die Stimmung im Team. Und wer gern zur Arbeit geht, ist deutlich produktiver.


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