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  • Autobiografie

Walter Schlebusch: Mercedes 220 S

, Guido Reinking

Mit dem Mercedes 220 S Cabriolet aus dem Baujahr 1958 verbindet Walter Schlebusch Kindheitserinnerungen. Sein Vater hatte einen ähnlichen Wagen, mit dem sie in die Bretagne fuhren

Walter Schlebusch und sein Mercedes 220 S Cabriolet © Daniel Delang

Walter Schlebusch hat auf dem gesamten Globus nach einem Mercedes 220 S Cabriolet suchen lassen. In Mexiko wurde er fündig. Schlebusch leitete bis Anfang November den Münchner Gelddruckspezialisten und Chipkartenhersteller Giesecke & Devrient, seitdem sitzt er im Beirat des Familienunternehmens.


Noch heute erinnert sich Walter Schlebusch an den Urlaub in der Bretagne. Da war der 67-Jährige noch ein Kind. „Mein Vater, der als Ingenieur auf einer Zeche bei Aachen arbeitete, hatte 1957 einen Mercedes 190 Ponton gekauft. Das war sein erster Neuwagen“, erzählt der ehemalige Chef des Gelddruckers und Chipkartenherstellers Giesecke & Devrient (G&D). Das Auto hatte ein Stoffschiebedach und einen unvergleichlichen Geruch.

Vor Schlebuschs Haus im Münchner Osten steht seit fünf Jahren ein Mercedes 220 S Cabriolet, Baujahr 1958, in Grau – sozusagen die Luxusausführung des 190ers seines Vaters: „Ich wollte einen Mercedes aus dieser Zeit mit Platz für Frau, Tochter und Hund. Ein Auto, nicht um anzukommen, sondern zum Reisen.“ Gefunden hat ihn ein Oldtimerspezialist in Mexiko – in erbärmlichem Zustand. „Über zwei Jahre hat der Neuaufbau gebraucht.“

Der Oldie mit dem hohen Chromkühler, der Lenkradschaltung und dem perfekten Holz-Armaturenbrett hat es Schlebusch angetan. Dabei ist er alles andere als altmodisch. Wenn er nicht in seinem Oldtimer sitzt, dann fährt er einen Tesla Model S, vollelektrisch und vernetzt. Nicht ohne Grund: Auch im Unternehmen hatte er stets auf Tradition und Innovation geachtet. G&D druckt nicht nur Papiergeld, sondern ist auch Anbieter für Sicherheitstechnologie im mobilen Internet.

Auch im Tesla steckt G&D-Technologie. „Wir wollen auf der gesamten Klaviatur mitspielen – von der Banknote bis zu Cybersecurity“, sagt Schlebusch.


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