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Michael Stoschek: New Stratos

, Guido Reinking

Michael Stoschek war Chef des Autozulieferers Brose. Einen Traum verwirklichte er sich mit dem Bau eines eigenen Sportwagens

Michael Stoschak und sein New Stratos © Conny Mirbach
Michael Stoschak und sein New Stratos

Michael Stoschek mit seinem New Stratos, einer Eigenkonstruktion, die auf dem Ferrari 430 Scuderia basiert. Der Hobbyrennfahrer entstammt dem Brose-Clan.


Es gibt Väter, die bauen mit ihren Söhnen ein Baumhaus oder eine Seifenkiste. Nicht aber der Coburger Unternehmer Michael Stoschek, dessen Familie der Autozulieferer Brose gehört. Der baute mit seinem Sohn Max einen Sportwagen mit 540 PS. Mit dem New Stratos hat sich der heute 69-Jährige einen Traum erfüllt. „Ein eigenes Auto zu bauen, das ist der Wahnsinn“, sagt er.

Das Ergebnis beeindruckte sogar Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo: „Bellissima! Congratulations“, schwärmte er, als er den New Stratos fahren durfte. Dass die schwarze Flunder ein Einzelstück blieb, lag wohl am Widerstand des Ferrari-Managements. 50 Blanko-Vorbestellungen gab es, aber vielleicht war das Auto, dessen technische Basis ein Ferrari 430 Scuderia lieferte, etwas zu perfekt.

Stoschek hatte 2005 die Idee, das erfolgreichste Rallyeauto der 70er-Jahre, den keilförmigen Lancia Stratos, „neu zu interpretieren“. Karosseriebauer Pininfarina führte aus, was Techniker und Designer um Hobbyrennfahrer Stoschek entwarfen. „Unser Ziel war vor allem Leichtbau.“ Mehr als 140 Kilo leichter sei der New Stratos verglichen mit dem Ferrari. Nun parkt der Solitär, dessen Karbonfaserhaut durch den Klarlack schimmert, in der Garage neben historischen Renn- und Rallyeautos, Sportwagen und Limousinen.

Und das nächste Projekt wartet schon. Stoschek will einen Kleinschnittger restaurieren. Das Kleinst­auto der 50er-Jahre hat seine Aufmerksamkeit erregt, weil es nur 150 Kilogramm wiegt: „Weniger geht nicht im Automobilbau.“

In der Reihe Autbiografie ist bereits erschienen: Friedrich-Wilhelm Dauphin: Porsche 356


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