Drei gewinnt
Aller guten Dinge sind drei. Vermieter haben am besten ein Konto für die Mieteinnahmen, eines für die Ausgaben fürs Haus und eines für die privaten Geschäfte. Damit können sie ihre privaten Ausgaben zu Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung machen. Und das geht so: Für größere private Ausgaben bedient sich der Vermieter aus dem Mieteinnahmenkonto, per Umbuchung auf das Privatkonto. Weil dann das Geld für Hausaufwendungen fehlt, wächst der negative Saldo des Ausgabenkontos. Die dafür fälligen Schuldzinsen sind abziehbare Werbungskosten – da sie nicht mehr privat, sondern betrieblich veranlasst sind.
Ein verheirateter Vermieter (mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 200.000 Euro) kauft sich ein Segelboot für 100.000 Euro. Anstatt dafür einen privaten Kredit aufzunehmen, wird das Geld vom Mieteinnahmenkonto auf das private umgebucht und das Schiff bar bezahlt. Weil das Geld für die Kosten der Immobile jetzt fehlt, leiht sich der Vermieter kurzfristig das Geld bei der Bank. Mit neun Prozent Zinsen rechnet sich das so: |
|
|---|---|
Ohne Drei-Konten-Modell |
|
Einkommen |
200.000 |
Zinsen |
9000 |
Zu versteuern |
200.000 |
Steuer plus Soli |
71.377 |
Mit Drei-Konten-Modell |
|
Einkommen |
200.000 |
Zinsen |
9000 |
Zu versteuern |
191.000 |
Steuer |
67.389 |
Gespart |
3988 |
Alle Angaben in Euro
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