NACH ARBEITSZIMMER-URTEIL hofft der Steuerzahlerbund auf Ende des „Soli“.
Immer mehr Westkommunen können nicht mal mehr die Zinsen für die Kredite aufbringen, die sie zur Finanzierung des Solidarpakts aufgenommen haben. Dagegen platzen die Einkaufscenter im Osten aus allen Nähten. Und Leizpig´s Autohäuser hatten im Krisenjahr 2009 ein Umsatzplus von 20%. Oberklassefahrzeuge mit Vollausstattung gehen weg wie warme Semmel.
Jedes Jahr müssen die 100 Milliarden Solidarpaktmittel von Neuem „ausgegeben“ werden. Viel zu viele Milliarden werden illegal für den privaten Konsum abgezweigt, viel zu wenig Geld bleibt übrig, das sinnvoll investiert werden kann.
So macht die deutsche Einheit richtig Spaß.
Neue Erhebung! Dresden hat die reichsten Rentner. Dresdner Rentner bekommen bundesweit die dritthöchsten Renten ausgezahlt, nach Berlin-Ost und Potsdam. Danach kommt Chemnitz.
Nicht mal im Großraum Stuttgart, der Wiege des europäischen Wohlstands, habe ich so viel Luxus gesehen, als in Leipzig und Dresden. Unzählige Neubaugebiete, eine Villa pompöser als die andere, swimming-pool im Garten und den standesgemäßen Oberklassewagen mit Vollausstattung vor der Garage.
Zur Behandlung meines Schlaganfalls bin ich extra nach Leipzig gezogen. Die beste UNI-Klinik innerhalb Deutschlands in Bezug auf Ausstattung und Personal.
Ich wohne in einem 30-Familien-Wohnhaus. Auch einige H4-ler wohnen hier. Die fahren Autos, davon träumen nicht mal die Facharbeiter in Stuttgart.
Wie schafft man mit 1500 Milliarden Euro 15% Arbeitslosigkeit, obwohl fast alle im erwerbsfähigen Alter bereits im Westen sind? Betriebswirtschaftlich nicht möglich, korrekt.
Die Trümmerfrauen, die das Wohlstandswunder Made in Germany mit umgerechnet 75 Milliarden Euro aus den Ruinen des II. WK aufgebaut hatten, würden sich im Grabe herumdrehen, wenn sie diese Verschwendung von Steuermitteln mit ansehen müssten.
Unser Leipziger City-Tunnel, 1,6km lang, war mit 600 Millionen Euro veranschlagt. Derzeitige Baukosten = 1000 Millionen Euro auf der nach oben offenen Fakelaki-Skala.
15% Arbeitslosigkeit offiziell, 30% tatsächlich. Nicht mitgezählt werden die Kurzarbeiter, 1 Euro-Jobber, ABM-ler, kommunale Arbeitskräfte, Abgabe an private Arbeitsvermittler.
Doch die "Arbeitslosen", die ihr Geld nicht selten noch mit "pfuschen" aufbessern (Schwarzarbeit auf sächsisch), benötigt man, damit der unendliche Geldsegen aus dem Westen nie abreißt.
Kein Wunder also, dass sogar schon die H4-ler im Osten über die (dummen) Wessis lachen.
Sebastian Wagner ist ein stiller Kämpfer, der seine Siege auskostet, aber nicht triumphiert. Dabei könnte er sich mit Recht von Millionen deutschen Steuerzahlern feiern lassen. Wagner, 45, ist einer der wenigen, die dem Bundesverfassungsgericht eine Großentscheidung abgerungen haben: die Wiedereinsetzung der vollen Pendlerpauschale.
Die Öffentlichkeit hat der Energieingenieur dabei gemieden. Selbst seine Lebensgefährtin erfuhr erst kurz vor der Fahrt zur Urteilsverkündung nach Karlsruhe vom Kampf ihres Freundes mit seinem Staat. Zu diesem Zeitpunkt lief der Rechtsstreit, als Musterklage finanziert vom Bund der Steuerzahler (BdSt), bereits eineinhalb Jahre. "Ich bin kein Schaumschläger", sagt Wagner. "Ich schweige lieber über meine Ziele, solange noch keine Ergebnisse vorliegen."
Wagner und der BdSt sind nicht die Einzigen, die mit Musterklagen mehr Steuergerechtigkeit durchsetzen wollen. Bürger und Gruppen wehren sich inzwischen mit koordiniertem Terrierverhalten gegen einen trägen, als unfair wahrgenommenen Steuerstaat. Lohnsteuerhilfevereine mit ihren rund drei Millionen Mitgliedern sind bereit, Rechtsfälle bis in die höchsten Instanzen durchzufechten.
Gemeinsam bilden sie eine Bürgerwehr, die einen habgierigen Staat vor sich hertreibt. "Die Finanzverwaltung wird immer ablehnender", klagt Bernhard Lauscher, Steuerberater der Vereinigten Lohnsteuerhilfe in Neustadt an der Weinstraße. "Wir werten gerade die ersten Bescheide für 2009 aus. So viel geblockt und gestrichen wurde noch nie." Und die Politik? Schwarz-Gelb hat die geplante Steuerreform erst mal verschoben – wie mehrere Vorgängerregierungen auch. Zu kompliziert. Zu unbequem.
Die Notwehr der Bürger hat Erfolg. Jüngstes Beispiel: Das Bundesverfassungsgerichts kippte die seit 2007 geltende Verschärfung Steuerrechts zu häuslichen Arbeitszimmern. Das Büro in den eigenen vier Wänden muss dem Fiskus nun wieder mehr Geld wert sein - sehr zur Freude von Lehrern, Handelsvertretern oder Architekten. Allein in den vergangenen drei Jahren erstritten diese mit Klagen und den dadurch erzwungenen Gesetzesänderungen Steuerentlastungen von 13 Mrd. Euro. Der Widerstand lässt dabei kaum ein Thema des Steuerrechts aus. So sollen die mit Einführung der Abgeltungsteuer gestrichenen Werbungskosten bei Kapitalerträgen ebenso zurückerkämpft werden wie die Anerkennung eines häuslichen Arbeitszimmers.
Juristen wie Michael Balke, Richter am Finanzgericht Niedersachsen, finden das Aufbegehren der Basis gut und hilfreich. "Die Politiker machen seit Jahrzehnten keine Anstalten, das Steuerrecht gerechter zu machen, geschweige denn es zu vereinfachen." Im Gegenteil: Viele Parlamentarier seien offenbar bereit, Steuergesetze zu verabschieden, "von denen sie schon ahnen können, dass sie möglicherweise vom Verfassungsgericht kassiert werden".
Auch Wagner, der Mann von der Pendlerpauschale, wollte der Politik eine Grenze aufzeigen. Auslöser war das von der Großen Koalition beschlossene Gesetz, das Berufspendlern die Absetzbarkeit ihrer Fahrtkosten für die ersten 20 Kilometer zum Arbeitsplatz strich. Im Jahr machte das in Wagners Haushaltskasse ein Minus von rund 500 Euro aus. Nicht die Welt, aber auch nicht wenig. Und willkürlich, denn die Fahrtkosten fallen nun einmal ab Garage an. Das Ausmaß, in dem Brutto und Netto auseinanderdrifteten, war Wagner schon vorher aufgestoßen. "Als es dann an die Pendlerpauschale ging, dachte ich nur: Das ist so ungerecht, dagegen muss ich klagen."
Wie das geht, war eine andere Frage. Er recherchierte und fand im Internet die Seite des BdSt, ein Volltreffer. "Eigentlich wollte ich mich nur erkundigen, wie man so eine Klage auf den Weg bringt", sagt er. Sein Glück: Der Steuerzahlerbund war wegen der umstrittenen Gesetzesänderung dringend auf der Suche nach einem Pendler, der sich für eine Musterklage eignete. Bei Wagner passte alles. Er fuhr jeden Tag von Neustrelitz in Mecklenburg zur Arbeit nach Prenzlau in die Uckermark, hin und zurück 150 Kilometer. An Umzug war nicht zu denken. Seine Lebensgefährtin hatte als Ärztin einen guten Job im Neustrelitzer Krankenhaus.
"Für uns war diese Konstellation perfekt", sagt Anita Käding, Referentin für Steuerrecht und -politik beim BdSt. "Ein Familienvater, der pendelt. Wir wussten, sein Fall steht für Hunderttausende Arbeitnehmer."
Prozesskosten werden gemeinsam getragen
Jeder Steuerzahler kann sich beim BdSt oder bei den Lohnsteuerhilfevereinen melden, um eine Musterklage auszuloten. Oft suchen die Organisationen in Eigenregie nach geeigneten Fällen. "Wir mailen an unsere Beratungsstellenleiter und beschreiben die idealen Profile", erklärt Petra Erk, Vorstandsmitglied des Lohnsteuerhilfevereins Fuldatal in Kassel, der zu den aktivsten Klägern zählt. "Die Rückmeldungen lassen wir dann durch unsere Rechtsexperten auswerten."

Was die Leser sagen
Ach Leute das ist doch alles Quark.
Rechte zurück erkämpfen und so. Das ist doch nicht das problem. Das Problem sind die Führungsköpfe mit dieser Einstellung. Na und hat es den Typen geschadet ein großes NEIN, die Initiatoren dieses Gesetzes und nicht nur dieser Schlamperei sitzen doch immer noch auf vom Steurzahler gut dotierten Versorgungsposten. Also was soll es , egal welcher Mist diese Typen Produzieren es schadet letztendlich doch nicht , na und dann wird eben zurückgerudert, oder wenn es ganz hart kommt geht man in den wohlverdienten gut versorgten Ruhestand.
Ein Schelm wer sich etwas unredliches denkt.
In dem Sinne
Kölle Alaaf
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